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Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Mitarbeiterzufriedenheit steigern: Dringender denn je!

Eine kürzlich veröffentlichte Studie wartet mit beunruhigenden Ergebnissen auf: Unternehmen müssen dringend ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Diese befindet sich auf einem historischen Tief. Das ist fatal, denn eine niedrige Mitarbeiterzufriedenheit hat weitreichende negative Konsequenzen. Welche das sind, worauf die schwindende Zufriedenheit zurückzuführen ist und wie sich das ändern lässt? Das haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.
Eine kürzlich veröffentlichte Studie wartet mit beunruhigenden Ergebnissen auf: Unternehmen müssen dringend ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Diese befindet sich auf einem historischen Tief. Das ist fatal, denn eine niedrige Mitarbeiterzufriedenheit hat weitreichende negative Konsequenzen. Welche das sind, worauf die schwindende Zufriedenheit zurückzuführen ist und wie sich das ändern lässt? Das haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Gallup-Studie: Mitarbeiterzufriedenheit befindet sich auf Sturzflug

Der jährliche Engagement Index von Gallup gilt als Stimmungsbarometer der Wirtschaft und misst die Mitarbeiterzufriedenheit in Deutschland. In diesem Jahr zeichnet die Studie ein düsteres Bild: Die Loyalität unter Arbeitnehmern weist die niedrigsten Werte seit 2012 auf.

 

Die Zahlen auf einen Blick:

  • Nur 14 Prozent der Befragten fühlen sich stark an ihren Arbeitgeber gebunden.

  • 19 Prozent verspüren gar keine Bindung zu ihrem Arbeitgeber.

In Summe haben 7,3 Millionen Menschen in Deutschland innerlich gekündigt, viele Mitarbeiter empfinden ihre Arbeit sogar schlimmer als arbeitslos zu sein. Das führt zu Gefühlen von Wut, Traurigkeit, Sorge und Stress – und nicht zuletzt zu einer erhöhten Wechselbereitschaft. Nur etwas mehr als jeder zweite Mitarbeiter (53 Prozent) plant in einem Jahr noch bei seinem aktuellen Arbeitgeber zu sein – vor sechs Jahren waren es immerhin noch 78 Prozent. Diese Zahlen sind alarmierend.

6 Gründe für die sinkende Mitarbeiterzufriedenheit

Die sinkende Mitarbeiterzufriedenheit ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen:

  • Wirtschaftlicher und geopolitischer Druck: Die konstanten wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen der letzten Jahre wie die Corona-Pandemie, Kriege, Energiekrisen und die Inflation haben erhebliche Auswirkungen auf die emotionale Bindung von Mitarbeitern zu ihren Arbeitgebern. Diese externen Faktoren beeinträchtigen die Stabilität von Unternehmen und verunsichern Arbeitnehmer. Das hat negative Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit.

  • Schlechte Arbeitsbedingungen: Ein anderer Faktor ist der Fachkräftemangel. In vielen Bereichen fehlt es an Arbeitskräften, was für bestehende Mitarbeiter oft ein Arbeiten am Limit bedeutet. Sie müssen die fehlenden Personalressourcen mit Überstunden kompensieren. Die Folge: Immer mehr Mitarbeiter fühlen sich ausgebrannt und sind unzufrieden.

  • Führungsstil und Management: Laut der Gallup-Studie sind 70 Prozent der Schwankungen bezüglich der Mitarbeiterbindung auf den direkten Vorgesetzten zurückzuführen. Viele Führungskräfte haben ein unrealistisch positives Selbstbild, während nur ein Viertel der Mitarbeiter tatsächlich mit dem direkten Vorgesetzten zufrieden ist. Schlechte Führung und mangelnde Unterstützung sind Hauptursachen für eine niedrige emotionale Bindung.

  • Work-Life-Balance: Steigende Anforderungen am Arbeitsplatz, gepaart mit persönlichen Verpflichtungen, führen zu einem erhöhten Stresslevel bei den Mitarbeitern. Eine unzureichende Work-Life-Balance trägt erheblich zur Unzufriedenheit bei und kann langfristig zu Burnout führen.

  • Karrieremöglichkeiten: Mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten und fehlende berufliche Entwicklungsperspektiven sind weitere Gründe für die sinkende Mitarbeiterzufriedenheit. Mitarbeiter, die keine Perspektive für berufliches Wachstum sehen, sind weniger motiviert und schneller frustriert.

Warum sollten Unternehmen dringend ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern?

Lassen Sie uns noch einmal durch die oben genannten Schritte gehen und schauen, wie die Fachabteilung der HR-Abteilung hilfreich zur Seite stehen kann:

  1. Personalbedarf erkennen: Horchen Sie von Zeit zu Zeit in die Fachabteilungen Ihres Unternehmens hinein. Denn diese können Ihnen am besten sagen, ob zusätzlich zur gewöhnlichen Fluktuation weiteres Personal notwendig ist.

  2. Anforderungsprofil erstellen: Gewissen Anforderungen sind bei einer Stelle obligatorisch. Aber es gibt auch Anforderungen, die speziell in Ihrem Unternehmen gebraucht werden. Die Fachabteilung weiß genau, welche Skills benötigt werden.

  3. Talente suchen: Wie gelingt eine Top-Stellenanzeige? Wie spricht man Talente überzeugend an? Fragen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fachabteilung, was sie zu einer Bewerbung motiviert (hat) und lassen Sie die Erkenntnisse in die neue Stellenausschreibung einfließen.

  4. Talente vorauswählen: Es lohnt sich, die eingegangenen Bewerbungen gemeinsam mit der Fachabteilung zu sichten oder aber sie getrennt zu sichten und dann zu schauen, welche Talente beide Seiten am meisten begeistern.

  5. Bewerbungsgespräche führen: Auch hier empfiehlt es sich, die Fachabteilung mit an den Tisch bzw. vor die Kamera zu holen. Denn die Kollegen haben ein hervorragendes Gespür dafür, ob die sich vorstellenden Talente gut zur Stelle und in Abteilung passen – fachlich und charakterlich.

  6. Talent wählen und einstellen: Fällen Sie die Entscheidung nicht komplett über die Köpfe der Kolleginnen und Kollegen der Fachabteilung hinweg. Desto größer ist die Chance, dass das Talent passt und lange bleibt. Wenn Sie nicht zu viel Entscheidungsgewalt abgeben möchten, können Sie aber natürlich eine Vorauswahl treffen oder sich die letztendliche Entscheidung vorbehalten.

  7. Talent onboarden: Fragen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fachabteilung, was ihnen bei ihrem Onboarding gut gefallen hat – verstärken Sie den Fokus darauf. Was hat gefehlt? Sorgen Sie hier für entsprechende Angebote. Ein gutes Ankommen erhöht die Zufriedenheit, die Produktivität und steigert die Chance für eine gute Mitarbeiterbindung.

Warum sollten Unternehmen dringend ihre Mitarbeiterzufriedenheit steigern?

Die Gründe dafür, dass viele Arbeitnehmer mental durchhängen, sind also vielschichtig. Eines liegt dabei sehr klar auf der Hand: Schaffen es Unternehmen nicht, ihre Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, hat das ernstzunehmende Konsequenzen. Allen voran sind erhebliche Produktivitätsverluste zu erwarten, wenn Arbeitnehmer ihre Aufgaben nicht mehr mit vollem Elan erledigen.

Langfristig führt eine niedrige Zufriedenheit zu einem schlechteren Arbeitsklima, das von Misstrauen, fehlender Kommunikation und Konflikten geprägt ist. Dies beeinträchtigt die Zusammenarbeit, den Teamgeist und der Output sinkt. Mitarbeiter, die unzufrieden sind, neigen außerdem dazu, weniger kundenorientiert zu arbeiten, was die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung negativ beeinflussen kann.

Und: Die wachsende Unzufriedenheit bedingt höheren Stress und gesundheitliche Probleme, was wiederum zu höheren Fehlzeiten und Krankheitskosten führt. Unterm Strich schätzt das Statistische Bundesamt (DESTatis): Die Kosten, die mit all dem verbunden sind, beliefen sich im Jahr 2023 auf 132,6 bis 167,2 Milliarden Euro.

Die Bedeutung einer guten Mitarbeiterzufriedenheit erkennen und fördern

Doch all das lässt sich auch verhindern. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu messen und zu verbessern. Die nachfolgende Checkliste hilft Ihnen weiter.  

Checkliste: Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Verbesserung der Arbeitsbedingungen

  • Gestaltung von Räumlichkeiten, die zur Produktivität und zum Wohlbefinden beitragen.
  • Bereitstellung aktueller Technologie und Ausrüstung, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.


Führungskräftetraining

  • Schulungen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten, um klare und offene Kommunikation zu fördern.
  • Etablierung einer Kultur des regelmäßigen und konstruktiven Feedbacks, sodass Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und behoben werden können.
  • Förderung von Empathie und emotionaler Intelligenz, um besser auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen.


Förderung der Work-Life-Balance

  • Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, um den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden.
  • Ermöglichung von Home-Office, um Pendelzeiten zu reduzieren.
  • Möglichkeiten für längere Auszeiten, z. B. Sabbaticals, zur persönlichen Weiterentwicklung oder Erholung.
  • Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Elternzeitregelungen und Programme für pflegende Angehörige.


Karriereentwicklung und Weiterbildung

  • Stellen Sie interne und externe Weiterbildungsprogramme bereit.
  • Etablieren Sie Mentoring- und Coaching-Programme zur Unterstützung der beruflichen Entwicklung.
  • Bieten Sie die Möglichkeit an, in verschiedenen Projekten zu arbeiten und so neue Fähigkeiten zu erwerben.
  • Legen Sie individuelle Entwicklungsziele in regelmäßigen Gesprächen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten fest.

Mitarbeiterzufriedenheit steigern: Die richtigen Maßnahmen auswählen

Die obige Checkliste zeigt: Es gibt unzählige Ansätze, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Jede einzelne dieser Strategien kann erheblich zur Verbesserung des Arbeitsklimas und der Mitarbeiterbindung beitragen, aber natürlich können nicht alle umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, die Maßnahmen passend zu den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter auszuwählen. Dann ist die Chance am größten, dass Ihre Angebote auf fruchtbaren Boden fallen.

 

Bedenken Sie: Jedes Unternehmen und jede Belegschaft ist einzigartig – was in dem einem Betrieb funktioniert, ist nicht zwangsläufig in einem anderen von Erfolg gekrönt. Daher ist es entscheidend, die Wünsche und Herausforderungen Ihrer Mitarbeiter zu kennen, zu verstehen und die richtigen Angebote daraus abzuleiten.

 

Dies kann durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen, Feedbackgespräche und den direkten Austausch mit den Teams und deren Führungskräften erfolgen. Die Erkenntnisse daraus sollten in die Entwicklung und Umsetzung von Strategien einfließen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Auswirkungen von Mitarbeiterzufriedenheit auf das Recruiting

Letztendlich ist das „Projekt Mitarbeiterzufriedenheit“ ein kontinuierlicher Prozess, der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erfordert. Unternehmen, die sich in regelmäßigen Abständen die Zeit nehmen, die Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmer zu verstehen und gezielte, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, werden langfristig nicht nur von einer engagierteren, motivierteren und loyaleren Belegschaft profitieren.

 

Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit hat außerdem eine starke Strahlkraft nach außen und zieht neue Mitarbeiter in ihren Bann: Unternehmen mit einem starken Arbeitgeberimage haben einen Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach den besten Talenten. Sie werden als Top-Arbeitgeber wahrgenommen und können leichter qualifizierte Bewerber anziehen.

Sie verfügen über top motivierte Mitarbeiter und Ihre Unternehmenskultur sucht ihresgleichen? Unser Tipp: Machen Sie es wie die Landwirtschaftliche Rentenbank und reden Sie aktiv darüber, was Sie als Arbeitgeber ausmacht, um erfolgreich neue Talente anzuziehen.

Mehr erfahren Sie in unserem Video:

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Fazit

Die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern, hat tiefgreifende Auswirkungen auf sowohl die interne als auch die externe Wahrnehmung eines Arbeitgebers. Zufriedene Mitarbeiter tragen zur Stärkung der internen Unternehmenskultur bei, erhöhen die Produktivität und senken die Fluktuationsrate. Gleichzeitig verbessern sie das externe Image des Unternehmens, ziehen Talente an und fördern die Kundenzufriedenheit.

Unternehmen, die in die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter investieren, profitieren somit auf vielfältige Weise und sichern sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil. Wann fangen Sie damit an? Brauchen Sie Unterstützung? Wir sind gerne der Partner an Ihrer Seite!

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