Zum Inhalt springen

Ihr Merkzettel


{{vm.getItem(id).post_title}}

  • Keine Produkte vorhanden


  • Ihre persönlichen Angaben



    Ihre markierten Produkte

    • {{vm.getItem(id).post_title}}
    • Keine Produkte vorhanden

    ZUR MERKLISTE

    Interview: „Onboarding in vielen deutschen Unternehmen mangelhaft“

    Seit Jahren herrscht in Deutschland Fachkräftemangel. Dadurch wird die Mitarbeitergewinnung und -bindung zum zentralen Erfolgsfaktor. Fachleute schreiben dem Onboarding – also der Integrierung neuer Mitarbeiter ins Unternehmen – hierfür eine Schlüsselrolle zu. R51-Kollegen Jochen Kloft, Experte für die Onboarding-Software Appical, und Sana Guist, die gerade im Rahmen ihres Studiums zum Thema Candidate Experience forscht, erklären im Interview, worauf es beim Onboarding neuer Mitarbeiter ankommt.  

    Onboarding ist zurzeit ein Trendthema in der HR-Szene. Warum eigentlich?

    Jochen Kloft: Weil Onboarding für nachhaltige
    HR-Arbeit unabdingbar geworden ist. Aufgrund der großen Nachfrage nach Talenten
    und Professionals sind die Recruiting-Kosten vielerorts explodiert. Damit sich
    die hohen Investitionen lohnen, müssen Arbeitgeber neue Mitarbeiter frühzeitig
    ans Unternehmen binden. Der erste und vielleicht wichtigste Schritt dazu ist
    ein gutes Onboarding: Neue Kolleginnen und Kollegen fühlen sich von Anfang an
    wertgeschätzt und gewinnen dadurch Sicherheit. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die
    Phase der Unproduktivität, die bei einer Neueinstellung niemals ausbleibt, wird
    durch eine strukturierte Einarbeitung drastisch verkürzt.

    Sana Guist: Zusätzlich spielen die Generationen Y und
    Z eine Rolle, die seit einigen Jahren auf den Arbeitsmarkt drängen. Für jüngere
    Kandidaten ist die Zufriedenheit am Arbeitsplatz besonders wichtig. Und wie glücklich
    man im Job ist, hat viel mit dem Start in eine neue Anstellung tun: Je
    reibungsloser der funktioniert, desto besser ist das Bauchgefühl beim neuen
    Mitarbeiter. Umgekehrt ist die Absprungrate neuer Kolleginnen und Kollegen in
    den ersten 45 Tagen am höchsten.

    Was genau zeichnet denn ein gutes Onboarding aus?

    Jochen Kloft: Ich sehe vor allem drei Faktoren.
    Erstens: Gutes Onboarding beginnt schon vorm ersten Arbeitstag. Man spricht
    hier vom sogenannten Preboarding: Arbeitgeber sollten bereits nach Unterzeichnung
    des Arbeitsvertrages eine Willkommens-E-Mail versenden, inklusive Infos zu
    Ansprechpartnern, der Parkplatzsituation, Dresscodes usw. Zweitens: Gutes
    Onboarding endet nicht schon nach der ersten Arbeitswoche, sondern erstreckt
    sich über das komplette erste Jahr einer Neuanstellung – bis zur vollständigen
    Integration des Mitarbeiters im Team. Und Drittens: Gutes Onboarding ist ein
    Gemeinschaftswerk von HR und Fachabteilung. Zusammen können sie neuen
    Kolleginnen und Kollegen jederzeit genau das Rüstzeug zur Verfügung stellen,
    das sie brauchen.

    Sana Guist: Und das ist ganz
    schön komplex. Gutes Onboarding reicht von der Bereitstellung der notwendigen
    „Hardware“ – Computer, E-Mail-Zugänge, Visitenkarten – über die Vermittlung der
    Unternehmenskultur bis zur Zuteilung eines Mentors und zur Vernetzung des neuen
    Mitarbeiters mit anderen Teams. Darüber hinaus ist Feedback ein wichtiges
    Thema: Vorgesetzte sollten sich während sämtlicher Onboarding-Phasen immer
    wieder Zeit für den Austausch mit neuen Kollegen nehmen – und bei Bedarf auch sachliche
    Kritik üben. Nur so kann eine Zusammenarbeit langfristig erfolgreich sein.

    Trotzdem
    ist die Einarbeitung in vielen deutschen Unternehmen mangelhaft …

    Jochen Kloft: Das ist leider richtig. Es gibt Fälle,
    in denen ein neuer Mitarbeiter motiviert zu seinem ersten Arbeitstag ins Büro
    kommt – und sein Computer ist noch nicht einmal eingerichtet. Das hat in der
    Regel mit dem Tagesgeschäft zu tun: Oft fehlt es in den Fachabteilungen an
    Kapazitäten, um ein strukturiertes Onboarding zu etablieren.

    Sana Guist: Man sagt ja: Für den ersten Eindruck gibt
    es keine zweite Chance. Insofern ist mangelhaftes Onboarding fatal: Die
    Quittung sind unzufriedene Mitarbeiter, frühe Kündigungen und schlechte Noten
    auf Arbeitgeberbewertungsportalen.

    Onboarding-Software wie Appical soll nun alles besser machen. Wie das?

    Jochen Kloft: Appical gibt Onboarding in vielen
    Unternehmen zum ersten Mal eine vernünftige Struktur. Es integriert sämtliche Prozesse,
    die für gutes Onboarding notwendig sind. Das macht es HR- und Fachabteilungen leicht,
    neue Mitarbeiter im Unternehmen willkommen zu heißen – bei überschaubarem
    Aufwand. Insbesondere die Preboarding-Funktionen von Appical helfen dabei, neue
    Mitarbeiter frühzeitig emotional zu binden, ihnen die Unternehmenskultur zu
    vermitteln und sie mit ihren Kollegen zu vernetzen. Und clevere
    Verwaltungsfunktionen machen auch den administrativen Aspekt von Onboarding deutlich
    effizienter.

    Das heißt aber nicht, dass die Software Vorgesetzten die gesamte Arbeit abnimmt, oder?

    Sana Guist: Nein, gutes Onboarding ist und bleibt eine
    Führungsaufgabe! Ob mit oder ohne App: Vorgesetzte müssen Onboarding unbedingt
    mitgestalten – zum Beispiel, indem sie Mentoren für neue Mitarbeiter auswählen
    und coachen, zeitliche Ressourcen bereitstellen und Onboarding-Prozesse
    zusammen mit der Personalabteilung überwachen und optimieren.

    Jochen Kloft: Damit eine Onboarding-Software oder
    -App ihre volle Wirkung entfalten kann, muss im gesamten Unternehmen eine
    „Onboarding-Kultur“ gelebt werden – vom Management über HR bis zu jedem
    einzelnen Teamlead und Mitarbeiter. Die Implementierung eines Tools wie Appical
    sollte deshalb immer auch Anlass sein, um ein entsprechendes Mindset zu
    etablieren. Das mag manchmal anstrengend sein, lohnt sich aber: Unternehmen mit
    Onboarding-Programmen profitieren von einer schnelleren Produktivität neuer
    Kollegen, zufriedeneren Teams und langfristig erfolgreicher Personalarbeit!

    Sie wollen Ihr Onboarding strukturieren, um neue Mitarbeiter frühzeitig an Ihr Unternehmen zu binden? Lernen Sie die Potenziale von Appical kennen – und erfahren Sie mehr auf unserer Landingpage!