Skip to content

Ihr Merkzettel


{{vm.getItem(id).post_title}}

  • Keine Produkte vorhanden


  • Ihre persönlichen Angaben



    Ihre markierten Produkte

    • {{vm.getItem(id).post_title}}
    • Keine Produkte vorhanden

    ZUR MERKLISTE

    Ersetzt das Social Media Profil die Bewerbungsmappe?

    Früher quetschten Bewerber Unmengen an Papier in enge Mappen, um sich bei einem Arbeitgeber zu bewerben. Das ist zum Glück vorbei. Heute „swipen“ Talente per App auf dem Smartphone zum neuen Job. Ein Wischen nach links und die Bewerbung geht an den Wunscharbeitgeber. Versendet werden einfach die Daten des eigenen Social Media Profils. Theoretisch jedenfalls! Denn praktisch genutzt werden solche Möglichkeiten kaum – sehr zum Leidwesen der Talente, die irgendwo zwischen Papierbewerbung und Bewerben per App stecken.

    Mann sitzt vor Tablet

    Bewerben mit dem eigenen Social Media Profil: leider nur graue Theorie

    Dass sich Kandidaten eines Tages mit ihrem Social Media
    Profil aus LinkedIn oder Xing bewerben könnten, beherrscht schon lange die
    Diskussionen im Recruiting. Den Anfang machte vor Jahren die
    One-Click-Bewerbung. Das Prinzip ist denkbar einfach. Stößt ein Talent auf eine
    Stellenanzeige und klickt auf das Feld „Jetzt bewerben“, übermittelt es im
    nächsten Schritt einfach seine Profilinformationen aus LinkedIn oder Xing.
    Fertig ist die Bewerbung.

    Es gibt noch mehr technische Möglichkeiten, um das eigene
    Social Media Profil als virtuelle Bewerbungsmappe zu nutzen. Neben den eingangs
    erwähnten Recruiting-Apps hat auch Facebook seine Vorliebe für die Personalbeschaffung
    entdeckt. Auch hierüber können sich Arbeitnehmer mit ihrem Profil bei einem
    Arbeitgeber bewerben. So zum Beispiel: Der Kandidat klickt auf den
    Bewerben-Button in einer Stellenanzeige, auf die er in seiner Timeline gestoßen
    ist. Ein Dialogfenster öffnet sich und ein Chatbot fragt ein paar Fakten ab.
    Zum Beispiel: Verfügt der Kandidat über den für den Job benötigten Führerschein
    der Klasse 3?

    Alle weiteren relevanten Daten über das Talent entnimmt der
    Arbeitgeber dessen Facebook-Profil, das inzwischen durchaus auch beruflich
    bezogene Infos enthalten kann. Eine Facebook-Bewerbung geht binnen Sekunden
    vonstatten und ist vor allem für weniger qualifizierte und lokale Jobs geeignet,
    die rasch besetzt werden sollen.

    Bewerbung der Zukunft

    Die Beispiele zeigen, wohin der Trend geht: Bewerber sollen
    es so einfach wie möglich haben. Das ist ganz im Sinne der Kandidaten. Laut der
    Studie „Bewerbung der Zukunft“ mögen es Kandidaten, wenn alles schnell geht. Möglichst
    mit nur ein paar wenigen Klicks:

    • Mehr als ein Drittel der Talente würde den
      zeitlichen Aufwand für eine Bewerbung gerne mindestens halbieren.
    • Jeder Fünfte würde ihn gerne um 70 Prozent
      reduzieren.
    • Insgesamt finden 61 Prozent, dass der gegenwärtige
      Prozess bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf und gegebenenfalls
      Motivationsschreiben deutlich zu viel Zeiteinsatz erfordert.

    Logisch: Wer heute mit einem Klick wichtige Bankgeschäfte
    erledigt, shoppt oder den Partner auswählt – für den ist es nicht
    nachvollziehbar, dass Bewerben immer noch mit einer stundenlangen Sisyphusarbeit
    einher geht.

    Arbeitgeber und Talente sind sich grundsätzlich einig

    Die gute Nachricht: Arbeitgeber und Talente sind sich
    grundsätzlich einig. Auch in Recruiting-Kreisen rückt man von der klassischen
    Bewerbung ab – wenn auch aus anderen Gründen. Vor allem das Anschreiben verliert
    an Bedeutung, wie eine aktuelle Arbeitsmarktstudie von Robert Half zeigt. Was fast
    die Hälfte der Recruiter (48 Prozent) zu der Abkehr veranlasst: Vielen
    Anschreiben mangelt es an der inhaltlichen Tiefe. Sie käuen meist nur wieder,
    was ohnehin im Lebenslauf steht.

    Und selbst, wenn sie ergänzende Insights liefern – Anhaltspunkte
    für die Persönlichkeit des Bewerbers, die sich meist zwischen den Zeilen herauslesen
    lassen, liefern sie nicht zuverlässig. Wer weiß schon, ob das Textchen wirklich
    aus der Feder des Bewerbers stammt? Inzwischen bieten zig
    Ghostwriting-Agenturen in diesem Bereich ihre Dienste an.

    Daher sind für viele Personaler die Lebenslaufinformationen eines
    Kandidaten zum Dreh- und Angelpunkt geworden. Doch anstatt dafür einfach auf
    die Social Media Daten zurückzugreifen, die ohnehin im Netz vorliegen, machen
    nur die wenigsten Arbeitgeber Gebrauch von den neuen technischen Möglichkeiten.
    Stattdessen fordern sie die volle Bewerbungsmappe an und ignorieren das
    Anschreiben. Und so kommt die neue Leichtigkeit der Bewerbung nicht beim
    einzelnen Talent an  – obwohl sie mit
    einem Ad On an das bestehende Recruiting System leicht umsetzbar wäre.

    Wie Unternehmen ihre Bewerbungen managen

    Die Realität sieht so aus:

    • Rund 35 Prozent der Bewerbungen werden laut der
      Studie Recruiting Trends 2019 nach wie vor in der ausführlichen Variante per
      E-Mail generiert und 50 Prozent über Formulare.
    • 10 Prozent der Bewerbungseingänge bestehen sogar
      noch aus Papier.
    • Weit abgeschlagen sind dagegen modernere
      Social-Media-Bewerbungen per App oder im One-Click Format. Sie bewegen sich im
      einstelligen Bereich.

    Die schlechte Nachricht: Damit vergeben sich Arbeitgeber
    viele Chancen im Recruiting, denn so machen sie es gerade der wachsenden Schar
    an mobilen Bewerbern unnötig schwer. Haben Sie sich schon mal versucht, sich
    per Smartphone bei Ihnen selbst zu bewerben? Wir versprechen Ihnen: Sobald Sie Ihr
    Bewerbungsformular ausfüllen sollen, werden sie schnell die Lust verlieren.

    Wie sollen Sie auch auf dem kleinem Smartphone-Display ein
    Anschreiben verfassen oder Ihre Lebenslaufdaten eintippen? Das dauert ewig und
    kostet Nerven. Und was passiert, wenn unterwegs die Internet-Verbindung
    abbricht und alles weg ist? Würden Sie nochmal von vorn beginnen? Sehen Sie? Im
    Moment empfinden rund 60 Prozent der Kandidaten das Bewerben per Smartphone
    genau aus diesen Gründen als umständlich und frustrierend.

    60 Prozent der Kandidaten sind genervt

    Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer jetzt handelt und
    mobitaugliche und effiziente Bewerbungsformate wie die One-Click-Bewerbung einführt,
    hat die Chance, Talenten zu zeigen, dass sie es mit einem Arbeitgeber zu tun
    haben, der sich auf der Höhe der Zeit bewegt. So etwas beeindruckt!

    Was Sie aber beachten sollten: Das Betreten neuer Recruiting
    Pfade wird Ihnen abverlangen, den Bewerbungsprozess neu zu denken. Über eine
    Kurzbewerbung, die nur aus den Informationen eines Social Media Profils besteht,
    erhalten Sie das, was Vertriebler als „Lead“ bezeichnen würden: Eine erste
    Kontaktanbahnung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Im nächsten Schritt ist es an Ihnen, den Lead in einen „Qualified
    Lead“ verwandeln, indem Sie das erste Interesse des Kandidaten durch eine wertschätzende
    und zeitnahe Kontaktaufnahme bekräftigen. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch
    weiterführende Informationen erfragen: Zeugnisse, Arbeitsproben et cetera pp. Dann
    liegt der Ball wieder beim Kandidaten.

    Bewerben wird im Social Media Zeitalter somit zum mehrstufigen Prozess

    Fazit: Bewerben wird im Social Media Zeitalter zum
    mehrstufigen Prozess – darauf müssen sich Recruiter einstellen. Aber wie heißt
    es so schön? Konstant im Digitalzeitalter ist nur die Veränderung! Das gilt definitiv
    auch für das Recruiting.

    Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihr
    Recruiting auf neue Beine zu stellen. Wir freuen uns über Ihre
    Kontaktaufnahme.