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    Arbeitszeitmodelle

    Ein Arbeitszeitmodell ist das wichtigste Mittel, das einem Arbeitsprozess zu einem reibungslosen Ablauf verhilft. Eine Festlegung der Arbeitszeit kann sowohl die tägliche, wöchentliche oder jährliche Arbeitszeit betreffen. Ebenso die Lebensarbeitszeit (Ruhestand) und die Arbeitsumgebung. Sie kann individuell oder gruppenbezogen erfolgen

    Inhaltsverzeichnis

    Welche Arbeitzeitmodelle gibt es?

    Das gängigste Arbeitsmodell sind 40 Stunden Arbeitszeit an 5 Tagen pro Woche. Ein Betrieb kann aber aus verschiedenen Gründen abseits dieser Regelung frischere und modernere Arbeitszeitmodelle einführen. Beispiele hierfür wären eine Senkung von Krankheitszeiten, Humanisierung der Arbeit sowie eine bessere Nutzung von Ressourcen und der betrieblichen Kapazität.

    Die digitale Transformation verändert die Anforderungen an die Arbeit – eine gute Work-Life-Balance, persönliche und berufliche Weiterentwicklung  nehmen eine größere Gewichtung ein. Hier bieten sich flexible Arbeitszeitmodelle besonders an. Diese wirken sich nicht nur positiv auf die Flexibilität der Mitarbeiter aus, sondern verhelfen dem Unternehmen zu zufriedenen, loyalen und motivierten Angestellten.

    6-Stunden-Tag:

    Bis in die 70er Jahre hinein war es noch normal, 48 Stunden an 6 Tagen die Woche zu arbeiten, was allerdings die Krankheits- und Todesfälle in die Höhe ansteigen ließ. Viele Arbeitnehmer arbeiten heute noch konstant mehr, als der Vertrag vorsieht – dies steigert nicht nur die Unzufriedenheit und lässt die Motivation sinken, es kann auch zu psychischen und physischen Langzeitfolgen kommen.

    Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov mit Viking (2017) möchten über 50 % eine Verkürzung der Arbeitszeit, auch wenn dies eine Lohnkürzung zur Folge hat.

    In Schweden gehen einige Unternehmen mit dem Beispiel voran, dass die Mitarbeiter einen 6-Stunden-Tag bei vollen Bezügen haben. Somit profitieren die Beschäftigten von einer höheren Work-Life-Balance, sind ausgeglichener und gehen motivierter und erholter an die Arbeit. Eine Win-Win-Situation für Betrieb und Mitarbeiter: Sie schaffen dasselbe Pensum wie an einem 8-Stunden-Tag.

    Wechselt man hier zusätzlich noch in den Schichtbetrieb (z. B. im produzierenden Gewerbe), so steigert sich die Produktionsleistung nochmals. Ein Nachteil für Arbeitgeber kann hier sein, dass sich die Lohnkosten verdoppeln, sollte in Schichten gearbeitet werden.

    Noch sind nicht viele Unternehmen in dieses Modell mit eingestiegen, allerdings sehen viele die Vollzeitwoche als Auslaufmodell: Die Digitalisierung schreitet voran und die Krankenzeiten gehen nach oben, da zu viel Arbeitsstress ungesund ist.

    4-Tage-Woche

    Schweden ist nicht nur Vorreiter in Sachen 6-Stunden-Tag, sondern auch in der 4-Tage-Woche. Doch auch amerikanische Unternehmen wie Amazon oder der Onlinekurs-Anbieter Treehouse ziehen nach und etablieren dieses Modell in ihre Arbeitsprozesse. Hier möchte man den Mitarbeitern Freiräume gewähren, um so der Unzufriedenheit, Überarbeitung (und damit einhergehender krankheitsbedingter Fehlzeit) und nicht zuletzt der Fluktuation entgegenwirken. Dieses Modell motiviert die Angestellten, die anfallende Arbeit in kürzerer Zeit zu erledigen – und so einen Tag mehr Freizeit genießen zu können, sich zu engagieren, seine Familienzeit zu nutzen oder sich weiterzubilden. Es gibt die Möglichkeit, 32 Stunden pro Woche (mit angepasstem Gehalt) oder 40 Stunden pro Woche (ebenfalls auf 4 Tage verteilt, aber zu vollem Gehalt) zu arbeiten.
    Die 4-Tage-Woche bietet ebenfalls für beide Parteien – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – Vorteile: Mehr Zeit für die Familie, Weiterbildungsangebote oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

    Wie funktioniert die jährliche Arbeits­zeit?

    Vertrauensarbeitszeit mit Ergebnisorientierung:

    Vertrauensarbeitszeit, auf Englisch functioning time, ist ein ähnliches Konzept wie die 4-Tage-Woche mit flexiblen Arbeitszeiten.

    Hier werden Projekte und Aufgaben festgelegt, die es zu erledigen gilt, allerdings keine Wochenarbeitszeit. Im Fokus stehen das Projekt sowie die Kreativität und Produktivität des Mitarbeiters statt Anwesenheit im Büro.

    Dieses Modell bietet eine Menge guter Seiten, wie beispielsweise:

    • Mitarbeiter können ohne Druck kreativ werden und in Gleitzeit arbeiten
    • Teams organisieren sich selbstständig
    • Es bietet dem Mitarbeiter eine Menge Spielraum, was die Arbeitszeit betrifft: Wenn jemand nachts effektiver arbeitet, so kann er dies tun

    Das Unternehmen profitiert von der Flexibilität der Mitarbeiter, denn Projekte werden motivierter angegangen und schneller erledigt.

    Job Sharing

    Job Sharing bedeutet, dass sich zwei (oder mehr) Angestellte eine Vollzeitstelle teilen. Die Gemeinsamkeit der Personen liegt hier in dem Aufgabengebiet – entweder dasselbe oder ein sehr ähnliches.

    Beim Job Sharing unterscheidet man nochmals in zwei Varianten:

    • Job Pairing: Hier arbeiten die Angestellten eng zusammen, aber jeder in Teilzeit. Sie haben die gleiche Arbeitszeit und begleiten dieselben Projekte. Durch diese permanente Abstimmung untereinander wird das Teamgefühl gestärkt.
    • Job Splitting: Hier werden die Angestellten zu unterschiedlichen Zeiten, bzw. Tagen eingesetzt und arbeiten Hand in Hand. Beide sind ebenfalls je in Teilzeit angestellt.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Job Sharing viele Vorteile bietet:

    • Die Arbeit einer Vollzeitstelle wird erledigt und gleichzeitig haben Arbeitnehmer (z. B. Elternteile) die Chance, eine Teilzeitstelle anzutreten
    • Mehr Zeit für persönliche Interessen und Hobbies und damit einhergehende zufriedenstellende Work-Life-Balance
    • Gegenseitiges Lernen und Unterstützen der Beschäftigten
    • Weniger Stress für die einzelne Person
    • Das Unternehmen macht sich als Arbeitgeber attraktiver (Employer Branding)
    • Arbeiten werden Dank des Vier-Augen-Prinzips sorgfältiger bearbeitet
    • Sollte eine Hälfte ausfallen oder kündigen, so kann die Arbeit erst mal abgefangen werden

    Sabbatjahr

    Das Sabbatjahr (auch Sabbatical oder Langzeiturlaub genannt), ist ein sehr großzügiges Arbeitszeitmodell. Arbeitnehmer können für längere Zeit (die gängigste Dauer ist ein Jahr) aus dem Berufsalltag aussteigen und danach ihre Stelle wieder antreten. Diese Auszeit wird häufig für ausdauernde Reisen oder Zeit mit der Familie genutzt.
    Im Sabbatjahr wird kein normales Gehalt gezahlt. Allerdings können Arbeitgeber und -nehmer vereinbaren, dass in den Monaten vorher weniger gezahlt wird, aber dafür anteilig weiterhin im Sabbatical.

    Unbegrenzter Urlaub

    Eine sehr flexible Möglichkeit ist der unbegrenzte Urlaub. Unternehmen wie z. B. Netflix bieten dies ihren Mitarbeitern an: Diese entscheiden selbst, wann und wie viel Urlaub sie benötigen. Dies eignet sich besonders bei Unternehmen, in denen der Erfolg und die Produktivität einfach gemessen werden können und ein Nachteil in Form von Ausnutzen ist aufgrund des Pflichtgefühls den Kollegen gegenüber eher gering.
    Die Voraussetzungen hierbei sind allerdings ein gutes Teamgefüge, kein Druck untereinander (sodass sich alle verpflichtet fühlen, keinen Urlaub zu nehmen) und gegenseitiges Vertrauen arbeitergeber- und arbeitnehmerseits.

    Welche anderen Arbeitsumgebungen sind möglich?

    Nicht nur flexible Arbeitszeiten, Gleitzeit oder eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtig, um sich als Arbeitnehmer individuell zu entfalten, auch die Arbeitsumgebung macht viel aus.

    Home Office:

    Das Modell Home Office ist schon in vielen Unternehmen gang und gäbe – viele Arbeitnehmer arbeiten (zumindest gelegentlich) von zu Hause aus, Tendenz steigend. Im Home Office lässt sich die Zeit freier einteilen und durch wenige Störungen von außen effektiver nutzen. Meetings oder Telefonkonferenzen können trotzdem noch weiterhin per Telefon oder beispielsweise Skype abgehalten werden. Diese Lösung basiert auf Vertrauen, allerdings lässt sich die Arbeit auch leicht transparent machen. Ein weiteres Plus für beide Parteien ist die freie Zeiteinteilung und Nutzung produktiver Phasen. Home Office ist besonders interessant für Beschäftigte, die die Ruhe bei ihrer Tätigkeit brauchen, um produktiv und flexibel zu sein.

    Remote Work

    Remote Work, auf Deutsch Heimarbeit, beschreibt das Arbeiten komplett von zu Hause aus. Der Arbeitgeber verzichtet hier auf eine Bürozeit seiner Angestellten. Remote Work ist besonders im IT-Bereich (Entwickler) beliebt, da so internationale Teams zusammengestellt werden können und so kein Umzug für den Kandidaten erforderlich ist. Außerdem bietet sich dieses Modell besonders für Menschen an, die gesundheitlich bedingt nicht mobil sind oder Elternteile, die so Familien- und Berufsleben besser vereinen können. Auch hier ist die Basis das gegenseitige Vertrauen und die Selbstorganisation des Beschäftigten.

    Coworking Space

    Wie bei den oben genannten Modellen Home Office und Remote Work schon erwähnt, ist das Arbeitsumfeld wichtig, um produktiv zu arbeiten. Beim Coworking Space, also dem Gemeinschaftsbüro, ist die Grundidee und das erfolgreiche Arbeiten in einer kreativen Wohlfühlatmosphäre. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Sitzecken, Telefonzellen, Baumhäuser, Thinktanks und Gruppenarbeitsplätze sind im Bereich des Möglichen, um zu Netzwerken und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Es gibt hier keine festen Arbeitsplätze, sondern die Angestellten nehmen ihren Laptop und arbeiten in der Ecke, in der sie sich zu diesem Zeitpunkt am wohlsten fühlen. Sogenannte „Coworking Space Ketten“ bieten Räumlichkeiten zur Vermietung an, oftmals auch nur Nutzung für einen Tag.

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