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Google-Ranking: Wird Ihre Karriere-Website abgestraft, wenn Sie ChatGPT nutzen?

Der Einsatz von Chatbots wie ChatGPT zur automatisierten Texterstellung ist im Kommen. Dass sich mit einer solchen Künstlichen Intelligenz auch Texte für Stellenanzeigen oder Karriere-Websites schreiben lassen, steht außer Frage. Aber wie steht die Suchmaschine Google zu dieser Entwicklung? Bestraft sie Seiten im Ranking, deren Inhalte von einer Maschine generiert wurden? Gehen wir der Sache auf den Grund!

Inhaltsverzeichnis

Was ist ChatGPT und inwiefern ist das Tool relevant für das Recruiting?

Sie haben die Diskussion um den neuen Chatbot ChatGPT bestimmt mitbekommen (wir berichteten). Das Tool erstellt Texte, die sich recht natürlich lesen lassen. Fast, als wären sie von Menschenhand erstellt. Damit die Inhalte die nötige Tiefe aufweisen, wurde die KI mit Zahlen, Daten und Fakten zu allen erdenklichen Themen gefüttert und darauf trainiert, aus diesen die richtigen Antworten herauszufiltern. Was in der Theorie so einfach klingt, ist in der Praxis ein hochkomplexer Prozess mit immensem Programmieraufwand.   

Die Bedienung der Software ist hingegen denkbar einfach: Sie tragen eine Frage in ein dafür vorgesehenes Feld ein. Ein Klick auf „Enter“. Dann dauert es nur ein paar Sekunden und die Antwort liegt fein säuberlich ausformuliert vor. Warum wir Ihnen das schildern? Nun, Inhalte für Ihre Karriere-Website ließen sich zum Beispiel auf diese Weise denkbar einfach erstellen.  

Warum Ihr Recruiting-Erfolg mit einem guten Google-Ranking steht und fällt

Soweit die Theorie. Aber Achtung! Wesentlich für den Erfolg Ihrer Karriere-Website ist ein gutes Google-Ranking. Logisch: Je sichtbarer die Inhalte ihres Online-Karriereauftritts in Google sind, umso mehr Zugriffe erhalten Sie von Kandidatinnen und Kandidaten, die gerade nach einer neuen Stelle suchen. Und genau das ist für Ihren Recruiting-Erfolg äußerst relevant! Immerhin starten 80 Prozent aller Jobsuchen bei Google.  

Damit kommen wir zu der alles entscheidenden Frage rund um den Einsatz von Chatbots wie ChatGPT im Recruiting: Wie „reagiert“ der Suchalgorithmus von Google, wenn er beim Crawlen durch eine Website auf Content „trifft“, der von einer KI generiert wurde? Obwohl die Texte von ChatGPT oft sehr flüssig und nach einem menschlichen Verfasser klingen, dürfte es für Google ein Leichtes sein, festzustellen, ob diese von Menschenhand geschrieben wurden oder nicht.  

KI-generierte Texte: Gift für das Google-Ranking Ihrer Karriere-Website? 

Es gibt nämlich Tools, die darauf ausgelegt sind, KI-generierte Inhalte zu entlarven. Die Genauigkeit liegt bei über 90 Prozent, wie die Kollegen von t3n berichten. Selbstredend setzt auch Google auf derartige Anwendungen, um Inhalte von Websites auf ihre Qualität zu überprüfen. 

Bisher wertete Google automatisch generierte Inhalte als Spam. Was das für Ihre Karriere-Website bedeutet, wenn diese zu einem großen Anteil aus maschinell erstellten Texten besteht? Sie verliert im Zweifel ihr Google-Ranking. Und das wäre natürlich der absolute Super-GAU. Damit wäre Ihre Reichweite im Recruiting passé. 

Google überprüft seine eigenen Regeln auf Aktualität

Also aus der Traum von schnell zusammengestellten und gut lesbaren Inhalten auf Ihrer Karrierehomepage? Nicht unbedingt: Denn zwischenzeitlich erklärten die Experten von Google höchst selbst, dass die bisherige Spam-Regel in Sachen automatisch erstellter Inhalte überprüft werden muss. Chatbots wie ChatGPT werden schließlich immer besser und ihr Einsatz wird in vielen Bereichen steigen.   

Die bisherigen Regularien von Google stammen laut marconomy noch aus einer Zeit, „in der es sich häufig bei künstlich erzeugten Texten bloß um eine zufällige Aneinanderreihung von Suchbegriffen handelte. Und obwohl die technologischen Möglichkeiten sich seitdem enorm weiterentwickelt haben, wurden die Richtlinien seitdem nicht angepasst“. 

Lässt sich eine ganze Karriere-Website mit ChatGPT erstellen? 

Insofern ist es mehr als wahrscheinlich, dass Google Webseiteninhalte künftig vor allem dahingehend überprüft, ob diese dem Leser einen echten Mehrwert bieten. Völlig unabhängig davon, ob diese aus der Feder einer KI oder einer Person stammen. Dazu benötigen Texte vor allem inhaltliche Tiefe und sollten abwechslungsreich verfasst sein.  

Die Gefahr eines schlechten Google-Rankings ist insbesondere für die Inhalte einer Karrierehomepage aus einem weiteren Grund nicht gegeben. Es wird erstmal gar nicht möglich sein, sich beispielsweise eine ganze Karriere-Website von Tools wie ChatGPT erstellen zu lassen. So weit sind die Chatbots noch nicht. Sie speisen ihr Wissen aus einem begrenzten Pool an Informationen. Dieser enthält unglaublich viele allgemeingültige Zahlen, Daten und Fakten.  

Aber über Detailinformationen über einen Arbeitgeber verfügen die Bots nicht. Dafür wurden sie nicht trainiert. Für Ihre Karriere-Website kann Ihnen ChatGPT daher allenfalls ein Textgerüst liefern, das Sie mit Facts aus Ihrem Unternehmen auffüllen. Aber auch damit sparen Sie Zeit.  

Implementierung von ChatGPT in Content Management Systeme geplant 

Was Ihnen den Einsatz von Tools wie ChatGPT im Recruiting künftig noch leichter machen wird: Hersteller von Content Management Systemen (CMS) arbeiten bereits an Schnittstellen zu den Chatbots, über die Sie schnell und einfach direkt in Ihrem CMS KI-gestützte Texte erstellen können. By the way: Content Management Systeme sind die Programme, über die die Inhalte von Webseiten gesteuert werden, auch die Ihrer Karriere-Website. 

Es könnte sich im HR-Bereich in puncto KI-generierter Texterstellung über kurz oder lang sogar noch mehr tun. Stichwort: Automatisches Schreiben von Stellenanzeigen. Es gibt bereits Tools wie BetterAds, die Sie bei der Erstellung von Jobinseraten unterstützen. Allerdings in anderer Form als ChatGPT.  

KI unterstützt bei der Erstellung gendergerechter Stellenanzeigen 

Das Prinzip: Sie füttern das Tool mit einem fertigen Text für Ihre Stellenanzeige. Die KI des Tools analysiert Ihre Formulierungen und schlägt Ihnen Verbesserungen vor. Ein entscheidender Vorteil der automatisch optimierten Texte liegt bislang darin, dass Ihre Anzeigen mehr Frauen ansprechen.  

Der Hintergrund: Bestimmte Begriffe, so genannte Gender Codes, schrecken Jobanwärterinnen eher ab. Die Software tauscht kritische Gender Codes automatisch gegen unkritische aus. Heraus kommt ein Text, auf den sich nach wie vor genauso viele Männer, nachweislich aber mehr Frauen bewerben.  

Über eine Schnittstelle mit ChatGPT könnten solche Tools gendergerechte Inhalte für Stellenanzeigen komplett automatisch generieren. Sie müssten nur noch einmal einen Blick über die Texte werfen und diese feintunen. Noch ist das aber Zukunftsmusik. Wobei die Zukunft in unserem schnelllebigen Zeitalter wahrscheinlich schneller ihre Schatten voraus wirft, als Sie vielleicht denken.  


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