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    Job Enlargement

    Unter dem englischen Begriff Job Enlargement, zu Deutsch „Arbeitserweiterung“, versteht man eine Strategie der Personalentwicklung. Der bisherige Tätigkeitsbereich eines Arbeitnehmers wird dabei durch zusätzliche Aufgaben mit gleichem Anforderungsniveau erweitert. Daher spricht man, anders als bei Job Enrichment (vertikale Umstrukturierung), von einer horizontalen Umstrukturierung der Arbeit. Diese Umstrukturierung kann beispielsweise in Form einer Job Rotation erfolgen.

    Inhaltsverzeichnis

    Wozu dient Job Enlargement?

    Bei den neuen Aufgaben, die ein Mitarbeiter im Rahmen des Job Enlargement zugeteilt bekommt, handelt es sich meist um solche, die seinen derzeitigen Tätigkeiten vor- oder nachgelagert sind. Diese entsprechen derselben Qualifikation und bedürfen keiner speziellen Weiterbildung, damit diese ausgeübt werden können. Die Angestellten erhalten also keine höhere Entscheidungsmacht und agieren auch nicht auf einer höheren Hierarchiestufe, wie es beim Job Enrichment der Fall ist.

    Durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben wird der Tätigkeitsbereich der Angestellten vielfältiger und damit zugleich abwechslungsreicher und interessanter. Das steigert die Motivation und Leistungsbereitschaft. Der Belastungswechsel bietet zudem die Möglichkeit, sich von einer Aufgabe zu erholen, ohne die Arbeit pausieren zu müssen.

    Damit können sowohl psychische als auch physische Eintönigkeit vermieden werden. Durch die Unterbindung von Ermüdungserscheinungen können Arbeitgeber negativen Auswirkungen, wie z. B. Leistungsabfall, Krankheit und Fluktuation, verbeugen.

    Ein weiterer Vorteil für Arbeitgeber ist, dass die Aufgabenerweiterung der Mitarbeiter ihnen eine bessere Personalplanung ermöglicht. Das Personal entwickelt sich durch die zusätzlichen Erfahrungen sowohl beruflich als auch persönlich weiter, wodurch sie flexibler eingesetzt werden können.

    Wie funktioniert Job Enlargement?

    Die zusätzlichen Aufgaben, die ein Mitarbeiter übernimmt, ähneln seinen bisherigen Tätigkeiten und erfordern daher kein weiteres Maß an Qualifikation. Statt Belastung durch neue Herausforderungen mit höherem Anforderungsniveau, ist die Aufgabenerweiterung lediglich mit einem höheren Zeitaufwand verbunden.

    Die Umsetzung des Job Enlargements lässt sich anhand eines Beispiels aus der Fließbandarbeit erklären.

    Haben dort bisher sechs Mitarbeiter jeweils einen Teilarbeitsschritt übernommen, so führt im Zuge des Job Enlargements nun jeder von ihnen alle 6 Teilschritte des Produktionsprozesses nacheinander durch. Dadurch entstehen keine Abhängigkeiten mehr zwischen den Personen. Die unabhängige Koordination spart Zeit und ermöglicht eine schnelle und effiziente Reaktion auf mögliche Veränderungen, beispielsweise auf eine höhere Nachfrage.

    Dadurch erlangen sie weder mehr Autonomie noch eine Qualifikationssteigerung, jedoch mehr Abwechslung im Arbeitsalltag durch einen größeren Tätigkeitsbereich. Außerdem lässt sich so die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern, was gerade in Zeiten des Fachkräftemangels von Wichtigkeit ist. Sie bauen eine stärkere Bindung zum Arbeitgeber auf und bleiben dem Unternehmen daher oft länger erhalten.

    Worauf sollte beim Job Enlargement geachtet werden?

    Obwohl die erweiterten Aufgaben im Zuge des Job Enlargements demselben Anforderungsniveau entsprechen wie die bisherigen Tätigkeiten, kann es sein, dass sich ein Mitarbeiter überlastet fühlt. Durch die Mehrung der Aufgaben ist es möglich, dass ein Arbeitnehmer nicht dazu in der Lage ist, sämtliche Aufgaben zur vollen Zufriedenheit seines Vorgesetzten umzusetzen.

    Zudem kann das Gefühl entstehen, dass sie mehr Arbeit auferlegt bekommen, ihnen dafür aber kein Ausgleich geboten wird. Grundsätzlich sollte daher darauf geachtet werden, dass die Arbeitszeit trotz zusätzlicher Tätigkeiten gleich bleibt.

    Auch wenn die Aufgabenausweitung auf dem gleichen Anforderungsniveau erfolgt, so sind die Tätigkeiten dennoch neu. Daher muss auch hier auf eine ausreichende Einarbeitung geachtet werden. Generell sollte zunächst genau geprüft werden, welche Tätigkeiten sich gut miteinander kombinieren lassen.

    Außerdem ist es notwendig, den betreffenden Mitarbeitern klar zu machen, weshalb die Maßnahme des Job Enlargements durchgeführt wird, und dass es nicht darum geht, Personal einzusparen. Ansonsten können sich die Mitarbeiter schnell ausgenutzt fühlen und verlieren ihre Motivation. Dies ist gerade dann der Fall, wenn trotz zusätzlicher Arbeit keine Erhöhung des Gehalts erfolgt.

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