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    Generation Z

    Die Generation Z, abgekürzt „Gen Z“, ist die Nachfolgegeneration der sogenannten Generation Y. Zur Generation Z zählen all diejenigen, die ca. zwischen den Jahren 1995 bis 2012 geboren wurden. Die Abgrenzung zur vorangegangenen Generation ist dabei allerdings nicht auf ein bestimmtes Jahr festzulegen und wird häufig anders ausgelegt. Zugehörigen der aktuellen Generation, die nun in das Berufsleben eintreten, werden ebenso wie den Generationen X und Y spezifische Charakteristika nachgesagt. Durch diese unterscheiden sie sich, insbesondere was das Arbeitsleben angeht, sehr von ihren Vorgängern.

    Inhaltsverzeichnis

    Was macht die Generation Z aus?

    Generell ist die Einteilung in verschiedene Generationen und die Charakterisierung einer gesamten Gruppe kritisch. Nicht jeder, der innerhalb des besagten Zeitraumes geboren wurde, ist gleich. Dennoch lassen sich einige Aspekte erkennen, die die Gen Z im Großen und Ganzen von den vorherigen Generationen unterscheidet.

    Ebenso wie die Generation Y (ca. 1980 bis 1995) zählt auch die Gen Z zu den sogenannten Digital Natives. Allerdings in einem noch höheren Maße. Denn während einige Mitglieder der Generation erst im Schulalter von der Digitalisierung betroffen waren, so wuchs die Folgegeneration bereits von Geburt an in einer digitalen Welt auf. 24 Stunden online vernetzt zu sein und virtuelle sowie persönliche Kontakte als gleichwertig anzusehen, ist für sie selbstverständlich. Das führt dazu, dass für sie quasi kein Unterschied mehr zwischen realer und virtueller Welt besteht. Das Smartphone sowie soziale Netzwerke, WhatsApp und das Internet allgemein sind fester Bestandteil ihres alltäglichen Lebens und kaum mehr wegzudenken.

    Neben der Technik-Affinität ist das hohe Wohlstandsniveau ein weiteres Merkmal der Generation Z. Zudem wird ihnen das Streben nach Anerkennung sowie große Unsicherheit aufgrund der Globalisierung nachgesagt. Des Weiteren haben sie generell eher wenig Interesse an politischen Themen.

    Die Generation Z bevorzugt einen interaktiven Content und ist daher auch sehr werberesistent. Werbung wird vermehrt von ihnen übersprungen und spricht sie nur an, wenn sie interaktiv mit in die Kampagne einbezogen werden. Musik spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben, für welche die jungen Menschen eine große Leidenschaft hegen.

    Welche Ansprüche hat die Generation Z an ihren Arbeitsalltag?

    Da die Angehörigen der Generation Z während der Wirtschaftskrise aufgewachsen sind, besteht bei ihnen der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsverhältnis. Sie möchten unbefristete Arbeitsverträge und klar definierte Arbeitszeiten, im Gegensatz zur Generation „Why“, die flexible Zeiten bevorzugt. Geld und Karriere ist der jüngsten Generation weniger wichtig als die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und eine ausgewogene Work-Life-Balance, wobei in diesem Fall eine klare Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben gewünscht ist. Sie möchten nicht, dass sich diese Grenze auflöst, was die Gen Y für ihren beruflichen Erfolg noch gern in Kauf genommen hat.

    Familie, Beruf und Hobbies miteinander vereinbaren zu können ist ihnen genauso wichtig wie eine Tätigkeit, die ihnen Freude bereitet und zu ihnen passt. Da sie es gewohnt sind, dass Dinge schnell funktionieren, erwarten sie das auch von ihrer Tätigkeit. Arbeitsaufträge möchten sie so schnell es geht abarbeiten und sich weniger mit langwierigen Projekten beschäftigen. Dabei möchten sie vor allem kreativ sein.

    Des Weiteren wird ihnen geringe Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber zugeschrieben. Auch zur Übernahme von Führungsaufgaben und der Leistung von Überstunden sind sie weniger bereit als die anderen Generationen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die jüngste Generation im arbeitsfähigen Alter für sich erkannt hat, dass ihre Karrierechancen nicht so groß sind wie erhofft und es durch sie oftmals zu stressbedingten Krankheiten oder ähnlichem kommt. Zudem sind sie der Meinung, dass viele Unternehmen sich und ihre Unternehmenskultur im Netz anders darstellen als sie in Wirklichkeit sind.

    Welche Herausforderungen bringt das für das Recruiting mit?

    Wenn neue Stellen zu besetzen sind, so gibt es immer mehr Bewerber aus der Gen Z. Aus diesem Grund müssen die Strategien des Employer Branding sowie die des Schul- und Hochschulmarketings auf sie angepasst werden.

    Da heutzutage mehr Menschen aus dem Arbeitsmarkt austreten als es neue Nachwuchskräfte gibt, besteht ein Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren noch ausweiten wird. Das ändert die Situation für die Generation Z dahingehend, dass sie ihren Arbeitgeber weitgehend frei wählen können, während die Unternehmer im War for Talents um die besten Arbeitskräfte buhlen müssen.

    Um die jungen Talente für sich zu gewinnen, müssen sich die Unternehmen also zunehmend an deren Wünsche und Anforderungen anpassen. Auch wenn der Arbeitgeber bei den jungen Menschen keinen hohen Stellenwert mehr hat, so bedeutet das nicht, dass sie weniger leistungsbereit sind. Unternehmen müssen Mitglieder der Generation Z anders motivieren als die Vorgänger-Generationen.

    Durch sogenanntes „Recruitainment“ werden die Nachwuchstalente bereits im Vorfeld nach ihren Fähigkeiten, Interessen sowie oft auch ihren Visionen und ihrer Loyalität den Arbeitgebern gegenüber befragt. Mit abwechslungsreichen Herausforderungen, individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, sicheren Arbeitsverhältnissen sowie einer ergebnisorientierten Mitarbeiterführung lassen sich die jungen Menschen von einem Unternehmen überzeugen. Dies sind für sie größere Motivationen als hohes Gehalt und große Karrierechancen.

    Da Selbstverwirklichung eine wichtige Rolle für die Z-Generation spielt, können Arbeitgeber diese fördern, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dies ist zum Beispiel durch das Angebot beruflicher Weiterbildungsmöglichkeiten wie Coachings, Workshops oder auch durch Maßnahmen wie Job Rotation möglich.

    Aus ihrer Schulzeit sind die zwischen 1995 und 2012 Geborenen klare Strukturen gewohnt, welche sie in der Arbeitswelt beibehalten wollen. Geregelte Arbeitszeiten und eine gute Organisation kommen ihnen entgegen. Ein sicheres Beschäftigungsverhältnis ist von großer Wichtigkeit und wirkt sich auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus. Unternehmen, die unbefristete Arbeitsverträge anbieten und Sicherheit sowie Wertschätzung vermitteln sind bei der Generation Z daher die favorisierten Arbeitgeber.

    Zur gezielten Ansprache des Nachwuchses nutzen Recruiter mittlerweile schon vielfältige Wege. Diese sind an dessen Technik-Affinität und die digitalen Medien angepasst. Personalkampagnen finden über Social-Media-Kanäle statt und auch Bewerbungen können per WhatsApp gesendet werden. Influencer werben für Produkte und Dienstleistungen und dienen als moderne Markenbotschafter.

    Die Generation Z kennt ihren Wert, gerade im Hinblick auf den War for Talents. Aus diesem Grund ist sie sich auch ihren Möglichkeiten bewusst und fordert gewünschte Rahmenbedingungen selbstbewusst ein. Die Strategie zur Mitarbeiterakquise muss daher überdacht und entsprechend den Vorstellungen angepasst werden, um sich somit auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

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