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    Generation Z - Definition, Arbeitsmarkt und Unterschiede

    Die Generation Z, abgekürzt „Gen Z“, ist die Nachfolgegeneration der sogenannten Generation Y. Zur Generation Z zählen alle diejenigen, die ca. zwischen den Jahren 1999 bis 2019 geboren wurden. Die Abgrenzung zur vorangegangenen Generation ist dabei allerdings nicht auf ein bestimmtes Jahr festzulegen und wird häufig unterschiedlich ausgelegt. Zugehörigen der aktuellen Generation, die nun in das Berufsleben eintreten, werden ebenso wie den Generationen X und Y spezifische Charakteristika nachgesagt. Durch diese unterscheiden sie sich, insbesondere was das Arbeitsleben angeht, sehr von ihren Vorgängern.

     

    Inhaltsverzeichnis

    1. Was macht die Generation Z aus?​
    2. Interessen und Werte der Generation Z
    3. Welche Ansprüche hat die Generation Z an ihren Arbeitsalltag?
    4. Welche Herausforderungen bringt sie für das Recruiting mit?​
    5. Gezielte Ansprache der Generation Z

    Was macht die Generation Z aus?

    Generell ist die Einteilung in verschiedene Generationen und die Charakterisierung einer gesamten Gruppe kritisch. Nicht jeder, der innerhalb des besagten Zeitraumes geboren wurde, ist gleich. Dennoch lassen sich einige Aspekte erkennen, die die Gen Z im Großen und Ganzen von den vorherigen Generationen unterscheidet.

    Ebenso wie die Generation Y (ca. 1980 bis 1998) zählt auch die Gen Z zu den sogenannten Digital Natives. Allerdings in einem noch höheren Maße. Denn während einige Mitglieder der Generation Y erst im Schulalter oder gar noch später von der Digitalisierung betroffen waren, so wuchs die Folgegeneration Z bereits von Geburt an in einer digitalen Welt auf. 24 Stunden online vernetzt zu sein und virtuelle sowie persönliche Kontakte als gleichwertig anzusehen, ist für sie selbstverständlich. Das führt dazu, dass für sie quasi kein Unterschied mehr zwischen realer und virtueller Welt besteht. Das Smartphone sowie soziale Netzwerke, WhatsApp und das Internet allgemein sind fester Bestandteil ihres alltäglichen Lebens und kaum mehr wegzudenken.

    Neben der Technik-Affinität ist das hohe Wohlstandsniveau ein weiteres Merkmal der Generation Z. Zudem ist sie im Vergleich zu ihren Vorgängern deutlich selbstbewusster. Die jüngste Generation will sich selbst nach außen hin präsentieren, selbst Entscheidungen treffen und Karriere machen. Sie möchten gerne Verantwortung übernehmen und sie streben nach Anerkennung.

    Die Generation Z bevorzugt einen interaktiven Content und ist daher auch sehr werberesistent. Werbung wird vermehrt von ihnen übersprungen und spricht sie nur an, wenn sie interaktiv mit in die Kampagne einbezogen werden. Musik spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben, für welche die jungen Menschen eine große Leidenschaft hegen.

    Interessen und Werte der Generation Z

    Die wichtigsten Werte der Generation Z sind Gesundheit sowie Freiheit. Daran erkennt man auch, dass Selbstverwirklichung und Selbstliebe eine große Rolle für die jungen Menschen spielen. Kurz darauf folgen Familie, Freundschaft und Gerechtigkeit. Die ab ca. 1999 Geborenen haben den großen Wunsch nach einer freien Entfaltung, sie sind sich gleichzeitig aber auch darüber bewusst, dass sie in eine unsichere Zukunft blicken und das Wohlstands-Niveau ihrer Eltern nicht erreichen werden. Dadurch sind sie oftmals verunsichert, welchen Weg sie in der Zukunft genau einschlagen wollen und probieren sich gerne aus.

    Die Generation Z hat wenig Vertrauen in Politik und Wirtschaft. Sie sind der Auffassung, dass Politiker sowie auch Unternehmensführer nicht dazu in der Lage sind, die großen Herausforderungen der heutigen Zeit, wie beispielsweise den Klimawandel und Umweltschutz, zu lösen. Stattdessen Vertrauen sie lieber sich selbst und ihren eigenen Fähigkeiten, wenn es darum geht, Einfluss auf die Problemlösung zu nehmen.

    Aus diesem Grund nehmen Angehörige der Generation auch zu großen Teilen auch aktiv an Demonstrationen teil, bzw. führen diese häufig selbst an. So haben sie unter Führung der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg (geboren 2003) auch die sogenannten "Fridays for Future" ins Leben gerufen und gehen seitdem jeden Freitag auf die Straße, um für ihre Zukunft zu kämpfen, statt in die Schule zu gehen. Auch bei der jüngsten Bewegung "Black Lives Matter", die sich gegen die Gewalt gegenüber Schwarzen einsetzt, ist die Generation an erster Front und bildet den Großteil der Aktivisten und ebenso setzten sich die jungen Menschen viel gegen soziale Ungerechtigkeit ein und unterstützen Vielfältigkeit sowie die LGBTIQ-Rechte. Neben den Demonstrationen unterschreiben die Angehörigen der Gen Z häufig Petitionen, engagieren sich ehrenamtlich oder verfassen einen Post in den sozialen Netzwerken zu den Themen, die ihnen politisch wichtig sind.

    Welche Ansprüche hat die Generation Z an ihren Arbeitsalltag?

    Da die Angehörigen der Generation Z während der Wirtschaftskrise aufgewachsen sind, besteht bei ihnen der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsverhältnis. Sie möchten unbefristete Arbeitsverträge und klar definierte Arbeitszeiten, im Gegensatz zur Generation „Why“, die flexible Zeiten bevorzugt. Geld und Karriere ist der jüngsten Generation weniger wichtig als die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und eine ausgewogene Work-Life-Balance, wobei in diesem Fall eine klare Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben gewünscht ist. Sie möchten nicht, dass sich diese Grenze auflöst, was die Gen Y für ihren beruflichen Erfolg noch gern in Kauf genommen hat.

    Familie, Beruf und Hobbies miteinander vereinbaren zu können ist ihnen genauso wichtig wie eine Tätigkeit, die ihnen Freude bereitet und zu ihnen passt. Da sie es gewohnt sind, dass Dinge schnell funktionieren, erwarten sie das auch von ihrer Tätigkeit. Arbeitsaufträge möchten sie so schnell es geht abarbeiten und sich weniger mit langwierigen Projekten beschäftigen. Dabei möchten sie vor allem kreativ sein.

    Des Weiteren wird ihnen geringe Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber zugeschrieben. Auch zur Übernahme von Führungsaufgaben und der Leistung von Überstunden sind sie weniger bereit als die anderen Generationen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die jüngste Generation im arbeitsfähigen Alter für sich erkannt hat, dass ihre Karrierechancen nicht so groß sind wie erhofft und es durch sie oftmals zu stressbedingten Krankheiten oder ähnlichem kommt. Zudem sind sie der Meinung, dass viele Unternehmen sich und ihre Unternehmenskultur im Netz anders darstellen als sie in Wirklichkeit sind.

    Welche Herausforderungen bringt sie für das Recruiting mit?

    Wenn neue Stellen zu besetzen sind, so gibt es immer mehr Bewerber aus der Gen Z. Aus diesem Grund müssen die Strategien des Employer Branding sowie die des Schul- und Hochschulmarketings an die jüngste Generation angepasst werden.

    Da heutzutage mehr Menschen aus dem Arbeitsmarkt austreten, als es neue Nachwuchskräfte gibt, besteht ein Fachkräftemangel, der sich in den nächsten Jahren noch ausweiten wird. Das ändert die Situation für die Generation Z dahingehend, dass sie ihren Arbeitgeber weitgehend frei wählen können, während die Unternehmer im War for Talents um die besten Arbeitskräfte buhlen müssen. Um die jungen Talente für sich zu gewinnen, müssen sich die Unternehmen also zunehmend an deren Wünsche und Anforderungen anpassen. Auch wenn der Arbeitgeber bei den jungen Menschen keinen hohen Stellenwert mehr hat, so bedeutet das nicht, dass sie weniger Leistungsbereitschaft besitzen. Allerdings müssen Unternehmen Mitglieder der Generation Z anders motivieren, als noch die Vorgänger-Generationen.

    Aus ihrer Schulzeit sind die zwischen 1998 und 2019 Geborenen klare Strukturen gewohnt, welche sie in der Arbeitswelt beibehalten wollen. Geregelte Arbeitszeiten und eine gute Organisation kommen ihnen entgegen. Ein sicheres Beschäftigungsverhältnis ist von großer Wichtigkeit und wirkt sich auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus. Unternehmen, die unbefristete Arbeitsverträge anbieten und Sicherheit sowie Wertschätzung vermitteln sind bei der Generation Z daher die favorisierten Arbeitgeber. Zudem sind die jungen Menschen es als „Digital Natives“ gewohnt, Instant-Feedback zu allem was sie tun zu erhalten. Dadurch stehen Arbeitgeber vor der Herausforderung, diese Erwartung auch im Berufsalltag zu erfüllen. Bewerber der Generation Z erwarten auf ihre Bewerbung eine sofortige Rückmeldung und auch für erledigte Aufgabe im Job erwarten die jüngsten Mitarbeiter unmittelbare Reaktion, da sie sonst verunsichert sind.

    Da Selbstverwirklichung eine wichtige Rolle für die Z-Generation spielt, können Arbeitgeber diese fördern, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Dies ist zum Beispiel durch das Angebot beruflicher Weiterbildungsmöglichkeiten wie Coachings, Workshops oder auch durch Maßnahmen wie Job Rotation möglich.

    Die Generation Z kennt ihren Wert, gerade im Hinblick auf den War for Talents. Aus diesem Grund ist sie sich auch ihren Möglichkeiten bewusst und fordert gewünschte Rahmenbedingungen selbstbewusst ein. Die Strategie zur Mitarbeiterakquise muss daher überdacht und entsprechend den Vorstellungen angepasst werden, um sich somit auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

    Gezielte Ansprache der Generation Z

    Zur gezielten Ansprache des Nachwuchses sollten Recruiter sich unbedingt an dessen Technik-Affinität und die digitalen Medien angepassen. So können Personalkampagnen beispielsweise über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder auch über das Videoportal YouTube geschaltet werden, auf denen sich die Gen Z tagtäglich mehrere Stunden aufhält.

    Zudem mögen die Nachwuchstalente es, direkt von Unternehmen auf offene Stellen, die zu ihnen passen könnten, angesprochen zu werden. Dazu bevorzugen vor allem die Kontaktaufnahme über E-Mail und die Business-Netzwerke Xing und LInkedIn. Von dem Active Sourcing profitieren auch die Unternehmen, da sie im War for Talents so die Möglichkeit haben, interessante Kandidaten anzusprechen, die das Unternehmen andernfalls gar nicht auf dem Schirm hätten.

    Auch das Bewerbungsverfahren sollte an die Gewohnheiten der jungen Zielgruppe angepasst werden. Denn über die Hälfte der jungen Bewerber bevorzugt eine mobile Bewerbung gegenüber einer traditionellen.
    Bewerbungen können beispielsweise per WhatsApp gesendet werden oder der Lebenslauf ganz einfach aus sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn hochgeladen und übertragen werden. Für das Employer Branding können zudem sogenannte Influencer, die die Generation Z maßgeblich prägen, dazu genutzt werden, Werbung für Produkte und Dienstleistungen zu machen und somit als moderne Markenbotschafter zu fungieren.

    Durch „Recruitainment“ können die Nachwuchstalente bereits im Vorfeld nach ihren Fähigkeiten, Interessen sowie oft auch ihren Visionen und ihrer Loyalität den Arbeitgebern gegenüber befragt werden. Mit abwechslungsreichen Herausforderungen, individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, sicheren Arbeitsverhältnissen sowie einer ergebnisorientierten Mitarbeiterführung lassen sich die jungen Menschen von einem Unternehmen überzeugen. Dies sind für sie größere Motivationen als hohes Gehalt und große Karrierechancen.

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