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Welche Jobs werden durch KI ersetzt

Berufseinsteiger und Fachkräfte: Welche Jobs werden durch KI ersetzt?

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist mitten in unserem Arbeitsalltag angekommen. Sie schreibt Texte, analysiert Daten, erstellt Designs und übernimmt Routineaufgaben in Rekordzeit. Klar ist: Manche Jobs wird es, zumindest in ihrer bisherigen Form, nicht mehr lange geben. Aber welche Jobs werden durch KI ersetzt? Und warum trifft es gerade sie? Wir geben Ihnen einen Überblick.
Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist mitten in unserem Arbeitsalltag angekommen. Sie schreibt Texte, analysiert Daten, erstellt Designs und übernimmt Routineaufgaben in Rekordzeit. Klar ist: Manche Jobs wird es, zumindest in ihrer bisherigen Form, nicht mehr lange geben. Aber welche Jobs werden durch KI ersetzt? Und warum trifft es gerade sie? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Inhaltsverzeichnis

Die drei Arten von KI, die für Veränderung sorgen

KI ist nicht gleich KI – denn hinter dem Begriff Künstliche Intelligenz steckt eine ganze Bandbreite an Technologien mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Manche KI-Systeme erstellen neue Inhalte, andere automatisieren Abläufe oder lernen aus Daten. Um besser zu verstehen, wie KI unsere Arbeitswelt verändert, lohnt sich ein Blick auf die drei zentralen Arten der Technologie:

1. Generative KI – was ist das?

Generative KI kann selbstständig neue Inhalte erstellen – zum Beispiel Texte, Bilder, Musik oder sogar Programmcodes. Sie basiert auf riesigen Datenmengen und lernt daraus, wie bestimmte Inhalte typischerweise aussehen, klingen oder geschrieben werden. Bekannte Beispiele sind ChatGPT für Texte oder Dall-E für Bilder.

 

Was verändert sich in der Arbeitswelt durch Generative KI?

 

  • Diese Art von KI übernimmt Aufgaben, die bisher viel Zeit gekostet haben: Texte schreiben, Produktbeschreibungen erstellen, E-Mails formulieren oder Designs entwerfen.

2. Robotic Process Automation (RPA) – was ist das?

RPA bedeutet, dass Software-Roboter einfache, immer wiederkehrende Abläufe automatisiert erledigen. Das sind zum Beispiel Tätigkeiten wie Rechnungen erfassen, Daten von einem System ins andere kopieren oder E-Mails nach festen Regeln beantworten.

 

Was verändert sich in der Arbeitswelt durch Robotic Process Automation?

  • Gerade in der Verwaltung und in Büros ersetzt RPA viele Aufgaben, die klaren Regeln folgen und keine kreativen Entscheidungen erfordern. Unternehmen nutzen RPA, um Zeit und Geld zu sparen.

3. Maschinelles Lernen (ML) – was ist das?

Beim Maschinellen Lernen geht es darum, dass eine KI aus Daten lernt, Muster erkennt und daraus Entscheidungen ableiten kann – ohne dass man ihr jede einzelne Regel vorgibt. Die Technik steckt z. B. in Empfehlungssystemen, in der medizinischen Diagnostik oder bei der Betrugserkennung im Online-Banking.

Was verändert sich in der Arbeitswelt durch Maschinelles Lernen?

  • ML kann viele datenbasierte Aufgaben schneller und oft auch zuverlässiger erledigen als der Mensch – zum Beispiel bei der Risikoanalyse, der Qualitätssicherung oder der Vorhersage von Trends.

Beispiele: Welche Jobs werden durch KI ersetzt?

Viele Berufe bleiben auch in Zeiten von KI unverzichtbar, weil sie Fähigkeiten erfordern, die Maschinen nicht ersetzen können: Empathie, Kreativität, Ethik und echte zwischenmenschliche Interaktion. Dazu zählen vor allem Pflegekräfte, Psychologen, Therapeuten und Sozialarbeiter, deren Arbeit auf Vertrauen und menschlicher Nähe basiert.

 

Auch Lehrer, Führungskräfte und Eventmanager bleiben gefragt, weil sie Beziehungen gestalten, motivieren und flexibel auf Menschen reagieren. Handwerksberufe wie Elektriker oder Schreiner erfordern praktisches Geschick und Erfahrung, während Richter oder Ethikberater Entscheidungen treffen, die mehr als bloße Logik erfordern. Kurz: Wo Menschlichkeit zählt, bleibt der Mensch gefragt.

 

Nicht alle Berufe sind also gleich stark von der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz betroffen. Besonders gefährdet, durch KI ersetzt zu werden, sind Tätigkeiten, die sich leicht automatisieren lassen – also solche, die regelmäßig ablaufen, klaren Regeln folgen oder stark datenbasiert sind. Die folgenden Berufsgruppen stehen dabei besonders im Fokus:

#1 Webdesigner

Warum gefährdet? Früher musste man Webseiten von Hand gestalten – Design, Farben, Bilder, Texte. Heute können KI-Tools das in wenigen Minuten automatisch erledigen. Man gibt ein paar Infos ein (z. B. was für eine Seite es sein soll), und die KI schlägt gleich passende Layouts, Inhalte und Bilder vor.

Was könnte wegfallen? Einfachere Webdesign-Aufträge – z. B. für kleine Unternehmen, Vereine oder persönliche Seiten – werden oft gar nicht mehr an Menschen vergeben. Stattdessen erledigt ein KI-Tool die Arbeit günstiger und schneller. Bei komplexen Webseiten oder sehr kreativen Designs wie Karriereseiten allerdings sind echte Webdesigner unabdingbar. 

#2 Mathematiker

Warum gefährdet? Mathematiker arbeiten oft mit großen Datenmengen, machen Berechnungen oder entwickeln Modelle, zum Beispiel in der Forschung, der Industrie oder der Finanzwelt. KI kann genau das inzwischen sehr gut: Sie erkennt Zusammenhänge in Daten, macht Vorhersagen und löst mathematische Probleme.

 

Was könnte wegfallen? Vor allem Aufgaben, bei denen es um Berechnungen, Statistiken oder Datenanalysen geht, können heute schon automatisiert werden. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Mathematikern in bestimmten Bereichen, etwa in der Wirtschaft oder bei Versicherungen. In der theoretischen Mathematik oder Forschung bleibt der Mensch aber weiterhin gefragt.

#3 Datenmanager

Warum gefährdet? Datenmanager kümmern sich darum, dass Informationen in Unternehmen richtig gespeichert, sortiert und genutzt werden. Das sind oft sehr strukturierte Aufgaben, wie das Prüfen, Bereinigen und Einordnen von Daten. KI kann diese Aufgaben mittlerweile automatisch übernehmen – oft schneller und zuverlässiger.

Was könnte wegfallen? Alltägliche, wiederkehrende Aufgaben wie Datenpflege, Fehlerkorrekturen oder einfache Auswertungen. Das bedeutet: Es werden weniger Menschen für die reine Verwaltung von Daten gebraucht. Datenmanager mit technischem Wissen oder strategischen Aufgaben bleiben aber wichtig.

#4 Auditoren (Prüfer)

Warum gefährdet? Auditoren prüfen zum Beispiel, ob in Unternehmen alle finanziellen Abläufe korrekt sind, ob Gesetze eingehalten werden oder ob Risiken bestehen. KI kann große Datenmengen blitzschnell analysieren und dabei Fehler, Auffälligkeiten oder Regelverstöße finden – oft schneller als ein Mensch.

Was könnte wegfallen? Die Prüfung standardisierter Finanzunterlagen, das Sichten großer Zahlenmengen oder das Erkennen von Unregelmäßigkeiten. Besonders bei Routine-Prüfungen wird KI viele Aufgaben übernehmen. Die menschliche Rolle bleibt aber wichtig, wenn es um komplexe Fälle, rechtliche Bewertungen oder persönliche Gespräche geht.

#5 Analysten

Warum gefährdet? Analysten werten Informationen aus – z. B. in der Wirtschaft, im Marketing oder in der Finanzwelt. Sie suchen nach Trends, machen Vorschläge für Entscheidungen und erstellen Berichte. KI kann heute viele dieser Aufgaben automatisiert erledigen, u. a. Verkaufsdaten analysieren oder Marktbewegungen vorhersagen.

Was könnte wegfallen? Die reine Datenanalyse oder Berichterstattung, bei der es um Zahlen und Muster geht. Diese Aufgaben übernimmt KI schneller und oft sogar genauer. Analysten, die darüber hinaus strategisch denken und Entscheidungen begleiten, werden aber weiterhin gebraucht.

#6 Steuerfachangestellte

Warum gefährdet? Steuerfachangestellte helfen dabei, Steuererklärungen zu machen, Belege zu prüfen oder steuerliche Fragen zu beantworten. Viele dieser Aufgaben folgen festen Regeln – ideal für Automatisierung. KI-Programme können Belege automatisch erkennen, sortieren und korrekt in Steuerformulare übertragen.

Was könnte wegfallen? Vor allem einfache Steuerfälle oder die manuelle Bearbeitung von Unterlagen. Inzwischen gibt es Software, die das komplett automatisch übernimmt – inklusive Prüfung auf Fehler. Menschen werden in der Steuerberatung eher noch für komplexere oder individuelle Fälle gebraucht.

#7 Texter

Warum gefährdet? KI kann heute Texte schreiben, die manchmal erstaunlich natürlich klingen – ob Werbetexte, Produktbeschreibungen, Blogartikel oder einfache Geschichten. Viele Unternehmen nutzen diese Technik, um schneller Inhalte zu erstellen.

Was könnte wegfallen? Texte, die eher einfach, sachlich oder wiederholend sind – zum Beispiel Texte für Websites, Online-Shops oder Werbung. Auch manche journalistischen Inhalte (wie Sportberichte oder Wettertexte) lassen sich theoretisch automatisieren. Bei besonders ausgefeilten oder hochkreativen Texten, z. B. Fachartikeln, Romanen oder Drehbüchern, sind menschliche Fähigkeiten schwieriger zu ersetzen.

Sind Berufseinsteiger besonders bedroht, von KI ersetzt zu werden?

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt also rasant – das betrifft aber nicht nur erfahrene Fachkräfte, sondern besonders auch Berufseinsteiger. Eine aktuelle Studie der Stanford University berichtet, dass die Beschäftigungsquote für Berufseinsteiger in Bereichen, die stark durch KI betroffen sind (z. B. Kundenservice, Software-Entwicklung), in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Warum ausgerechnet Berufseinsteiger besonders gefährdet sind, durch KI ersetzt zu werden, zeigt die folgende Übersicht.

  • Simple Aufgaben werden zuerst automatisiert: Berufseinsteiger übernehmen meist einfache, wiederholende Aufgaben – genau die, die KI am leichtesten erledigen kann.

  • Wenig Erfahrung: Ohne Berufspraxis fehlt oft das Wissen für komplexe Entscheidungen. KI kann durch große Datenmengen oft bessere Vorschläge machen als unerfahrene Einsteiger.

  • Höherer Einarbeitungsaufwand: Neue Mitarbeitende müssen eingelernt und betreut werden. KI-Systeme arbeiten dagegen sofort, zuverlässig und rund um die Uhr.

  • Keine Spezialisierung: Einsteiger sind meist noch nicht auf bestimmte Fachbereiche spezialisiert. Allgemeine Tätigkeiten lassen sich aber besonders leicht automatisieren.

Welche Auswirkungen hat es, wenn wegen KI weniger Auszubildende eingestellt werden?

Wenn wegen des verstärkten Einsatzes von KI in Zukunft noch weniger Auszubildende eingestellt werden, hätte das erhebliche Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Schon heute klagen viele Unternehmen in bestimmten Bereichen über einen wachsenden Fachkräftemangel – dieser würde sich weiter verschärfen, wenn weniger Nachwuchskräfte in die Betriebe nachrücken. Die entsprechenden Engpässe könnten gravierende Auswirkungen haben: steigende Lohnkosten, sinkende Innovationsfähigkeit und eine eingeschränkte Wettbewerbsposition gegenüber Ländern mit besser gesicherter Nachwuchsförderung.

Darüber hinaus birgt eine sinkende Zahl an Ausbildungsplätzen erhebliche soziale Risiken. Junge Menschen ohne Zugang zu qualifizierter Ausbildung haben schlechtere Berufsperspektiven, sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und verdienen langfristig weniger. Auch der Staat wäre stärker gefordert – etwa durch zusätzliche Ausgaben für Sozialleistungen. Damit zeichnet sich ab: Weniger Ausbildungsstellen aufgrund von KI-Effekten könnten nicht nur kurzfristige Kosteneinsparungen für Unternehmen bringen, sondern langfristig teure strukturelle Probleme nach sich ziehen.

Azubis die Zukunftsängste nehmen und als Arbeitgeber punkten

In dieser Unsicherheit, die sich unter (angehenden) Azubis ausbreitet, liegt Ihre Chance als Arbeitgeber: Wenn Sie das Thema aktiv und transparent ansprechen, zeigen Sie, dass Sie die Sorgen ernst nehmen – und Orientierung bieten. Berufseinsteiger suchen nach Sicherheit und Perspektive. Machen Sie deutlich, dass in Ihrem Unternehmen KI nicht dazu dient, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen. Routinearbeiten werden automatisiert – aber die verantwortungsvollen, kreativen und zwischenmenschlichen Aufgaben bleiben in den Händen Ihrer Mitarbeitenden.

Besonders überzeugend ist es, wenn Sie konkrete Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen: die Chance, digitale Kompetenzen aufzubauen, neue Technologien kennenzulernen und aktiv an der Gestaltung der Arbeitswelt von morgen mitzuwirken. So verwandeln Sie Unsicherheit in Vertrauen – und senden ein klares Signal: „In unserem Unternehmen ist KI ein wichtiges Werkzeug – aber Sie als Mensch bleiben der allerwichtigste Teil unserer Zukunft.“

Weiterbildung als Erfolgsfaktor

Noch wissen wir nicht exakt, welche Tätigkeiten oder Teile davon in naher Zukunft durch KI ersetzt werden können. Klar ist aber schon heute: Das bedeutet nicht automatisch das Ende zahlreicher Karrieren. Entscheidend ist, wie flexibel Unternehmen und Beschäftigte auf den Wandel reagieren. Genau hier kommt das Thema Weiterbildung ins Spiel: Sie eröffnet die Möglichkeit, neue Kompetenzen zu erwerben und die eigenen Stärken gezielt auszubauen.

Weiterbildung hilft dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen, um in anderen oder angrenzenden Bereichen Fuß zu fassen oder sich im aktuellen Beruf weiterzuentwickeln. Wer sich regelmäßig weiterbildet, bleibt flexibel und kann besser auf Veränderungen reagieren.

Außerdem lassen sich so menschliche Stärken wie Kommunikation, Kreativität oder Empathie gezielt ausbauen – also genau das, was KI nicht ersetzen kann. Weiterbildung verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ermöglicht es, KI als Werkzeug zu nutzen, statt von ihr verdrängt zu werden. Kurz gesagt: Wer sich weiterbildet, sichert seine berufliche Zukunft.

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