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    Was Arbeitgeber tun müssen, um ihr Recruiting nach Corona wieder hochzufahren

    Viele Betriebe bereiten ihr Comeback nach dem Lockdown vor. Auch im Recruiting soll sich wieder etwas tun: Traten Arbeitgeber hier zuletzt merklich auf die Bremse, ist es nun an der Zeit, wieder das Gaspedal zu betätigen.

    Wechselwilligkeit sank, Bewerbungen blieben aus

    Manches Unternehmen legte in den letzten Wochen eine regelrechte Recruiting-Vollbremsung hin. Der Corona-Virus hatte Bewerbern nämlich ordentlich die Laune verdorben, sich nach neuen beruflichen Herausforderungen umzusehen. Laut der Blitzumfrage „Recruiting in Zeiten von Corona“ des Heidelberger Institutes for Competetive Recruiting (ICR) gingen die Bewerbungseingänge im Schnitt um rund 46 Prozent zurück.

    Logisch: Ein Jobwechsel ist schließlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Und dieses wollten Arbeitnehmer auf dem Höhepunkt des Lockdowns nicht eingehen. Bekundete in der Prä-Corona-Zeit noch gut jeder zweite Deutsche (54 Prozent) seine Wechselwilligkeit, wie etwa die Studie „Jobwechsel 2019“ belegte, war diese Aufbruchsstimmung mit dem Shutdown mit einem Schlag verflogen.

    Hoher Recruiting-Bedarf in vielen Bereichen

    Doch nun beginnt die Zeit der Lockerungen. Umso mehr dürfte bei vielen Kandidaten die alte Lust an der Jobsuche wieder aufflackern – sehr zur Freude der Arbeitgeber. Denn in vielen Branchen besteht Bedarf.

    Laut des ICR-Berichts ist das vor allen Dingen in diesen Bereichen der Fall:

    • Informationstechnologie
    • Beratung
    • Elektrotechnik und Mechanik
    • Öffentlicher Sektor
    • Medizin

    Aber auch der Online- und Einzelhandel sowie die Logistikbranche suchen aktuell händeringend nach Fachkräften, wie die Bundesagentur mitteilt.

    Recruiting-Welle steht bevor

    Für Recruiter ist es jetzt also an der Zeit, die eigenen Infrastrukturen für die bevorstehende Recruiting-Welle startklar zu machen. Wir haben für Sie deshalb eine kleine Checkliste mit den wichtigsten To-dos zusammengestellt:

    • Karriere-Website updaten
    • Landingpages bereitstellen
    • Active Sourcing wieder hochfahren
    • Stellenanzeigen entwerfen oder aktualisieren
    • Kampagnen in Social Media, Google und Co. planen
    • Recruiting-Mix überprüfen
    • Kontakt zur Personalmarketing-Agentur aufnehmen und die nächsten Schritte planen

    „Back to Normal“ im Recruiting ausgeschlossen

    Nur: Wie sollen Recruiter den weiteren Recruiting-Prozess pandemiegerecht gestalten? Denn ein „Back to Normal“ wird es erstmal nicht geben. Corona wird uns noch monatelang begleiten – bis eine gewisse Immunität in der Bevölkerung erreicht ist oder ein Impfstoff entwickelt wurde.

    Entsprechend gilt weiterhin: Wenn möglich, sollte man weiterhin virtuell arbeiten. Wie das konkret im Recruiting umgesetzt werden kann, haben viele Personaler in den letzten Wochen bereits ausprobiert.

    Die Top-Strategien:

    1. Videointerview statt Face-to-Face-Interview: Moderne Videoconferencing-Systeme machen es möglich, einen lebensnahen Eindruck von Bewerbern zu erhalten. Das Interview kann aufgezeichnet und im Nachhinein dem Recruiting-Team zur Verfügung gestellt werden. Beteiligte Entscheidungsträger lassen sich aber auch direkt zuschalten.
    2. Abstimmung im Recruiting-Team im virtuellen Raum: Die Abstimmung über ein Talent lässt sich ebenfalls per Videostream erledigen. Alternativ oder ergänzend können Recruiting-Teams Abstimmungstools einsetzen: Das Talent mit den meisten Stimmen erhält den Zuschlag.
    3. Vertragsunterschrift mit Digital Signing: Vertragsunterschriften lassen sich ebenfalls digital regeln. Hierfür gibt es spezielle Tools, mit denen Kandidaten den Vertrag digital unterschreiben können.
    4. Home-Office einrichten: Neue Mitarbeiter sollten möglichst viel im Home-Office arbeiten. Dafür müssen Unternehmen die technische Infrastruktur aufsetzen und neuen Kollegen rechtzeitig das notwendige technische Equipment zustellen.
    5. Online-Onboarding: Auch das Onboarding kann virtuell erfolgen. Hierfür gibt es Plattformen, über die Arbeitgeber alle wichtigen Inhalte über das Unternehmen bereitstellen können. Auch Teams haben in den Software-Applikationen die Möglichkeit, sich vorzustellen und miteinander zu kommunizieren. Darüber hinaus lassen sich in den Tools Termine planen und Arbeitsaufträge erstellen.

    Gesundheitsschutz – was ist zu beachten?

    Nun gibt es aber Bereiche, in denen ein rein virtuelles Onboarding und Arbeiten nicht möglich ist: zum Beispiel in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, produzierenden Betrieben, in der Industrie oder im Handwerk. Was ist hier zu beachten, um neue Talente und die bestehende Belegschaft zu schützen?

    Arbeitgeber sollten sich hier an einem Maßnahmenkatalog des Bundes und des DGB orientieren, der aktuell ausgearbeitet wird. Er beinhaltet zum Beispiel die Maßgabe, dass Arbeitgeber jedem Arbeitnehmer eine angemessene Schutzausrüstung für das jeweilige Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen müssen. Je nach Branche kann es sich dabei etwa um einen Mund-Nase-Schutz, Schutzhandschuhe und Kittel handeln.

    Arbeitsplätze Corona-sicher machen

    Auch Arbeitsplätze müssen Corona-sicher gemacht werden: Dazu sollten Schreibtische mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt stehen. Ist das nicht möglich, hilft ein Spuckschutz aus Plexiglas zwischen den Tischen. Dieser kann auch zwischen Arbeitsplätzen in Industriehallen zum Einsatz kommen, in denen Mitarbeiter meist dicht an dicht arbeiten.

    Außerdem ist eine optimale Hygiene des Personals von höchster Bedeutung. Laut der Weltgesundheitsorganisation werden 80 Prozent der Krankheiten über die Hände übertragen. Eine gute Handsauberkeit kann Übertragungsketten also wirkungsvoll unterbrechen.

    Hygienemaßnahmen einhalten

    Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter zum Thema Hygiene im Onboarding schulen und sie im laufenden Betrieb kontinuierlich daran erinnern, sich regelmäßig die Hände zu waschen – zum Beispiel mit entsprechenden Postern. Wenn möglich, sollten in Werkshallen, Büros und Eingangsbereichen zusätzlich Desinfektionsspender aufgestellt werden.

    Und ganz wichtig: Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter genau beobachten. Sobald ein Arbeitnehmer Symptome zeigt, die auf eine Infektion hinweisen, sollte diese Person das Betriebsgelände verlassen und einen Arzt aufsuchen.

    Unser Fazit

    Zugegeben, da kommt eine ganze Menge auf HR-Verantwortliche zu. Allerdings sollten Sie auch die positiven Seiten wahrnehmen. Die Pandemie hat zum Beispiel in vielen Bereichen das Home-Office salonfähig gemacht, was letztlich ein Plus für das Employer Branding sein kann. Denn laut der Studie Recruiting Trends 2020 würden sechs von zehn Kandidaten aus der Generation Z einen Job erst gar nicht annehmen, wenn der Arbeitgeber nicht vorsieht, dass gelegentlich auch von zuhause gearbeitet werden kann. Dank Corona ist das jetzt in den meisten Bereichen möglich.

    Auch hat die Krise gezeigt, wie gut Teams mit flexibler Arbeit zurechtkommen. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, den Sie in die Post-Corona-Zeit retten können. Sieben von zehn Kandidaten würden sich nämlich auch in Zukunft ihre Arbeitszeit gerne flexibler einteilen, wie ebenfalls in den Recruiting Trends 2020 nachzulesen ist.

    Und nicht zuletzt dürfte auch die Umstellung des Bewerbermanagements auf digitale Prozesse der HR-Arbeit eher zu- als abträglich sein. So können auch nach der Pandemie viele Prozesse deutlich effizienter gesteuert werden. Und gerade hier herrschte bis vor kurzem noch Nachholbedarf. Immerhin waren zu lange Prozesse für 42,5 Prozent der Bewerber vor der Krise ein Grund, die Bewerbung abzubrechen. Nach Corona dürfte das anders aussehen.