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    Unternehmens­kultur: Gehalt ist nicht alles, die Work Life Balance ist Trumpf

    Mein Haus, mein Boot, mein Auto – so tickten Arbeitnehmer früher. Heute ist das anders. Ein gutes Gehalt ist längst nicht mehr alles, was zählt. Die Statussymbole der Generationen Y und Z sind andere: Sinnvoll genutzte Zeit zum Beispiel. Benefits, die auf die Work Life Balance einzahlen, sind somit ein echter Boost für die Unternehmenskultur.

    Sabbaticals statt Dienstwagen, Sinn statt Beförderungen, Work Life Balance statt Karriere

    Um das einmal vorwegzunehmen: Die Ypsiloner und Zettler sind gewiss keine
    Asketen. Geld und ein gewisser Luxus – diese Faktoren sind alles andere
    unwichtig für Arbeitnehmer, die ihren 38. Geburtstag noch nicht gefeiert haben.
    Allerdings handelt es sich dabei nicht mehr um Motivationsfaktoren, mit denen
    sich Talente extrem begeistern lassen. Vielmehr werden ein gutes Einkommen und
    ein ordentlicher Lebensstil, den man sich damit leisten kann, heute eher
    stillschweigend und als selbstverständlich vorausgesetzt.

    Womit Arbeitgeber die so genannten Millennials aber von den Socken hauen
    können: Sabbaticals statt Dienstwagen, Sinn statt Beförderungen, Work Life
    Balance statt Karriere. Besonders bei dem Thema Sinnstiftung fahren die Millennials
    ihre Antennen aus. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Working Better Together“
    der dänischen Firma Peakon. Die Studie basiert auf anonymem Mitarbeiterbefragen
    verschiedenster Unternehmen mit mehr als 40 Millionen Antworten aus 125
    Ländern. Dieser zufolge sehen allerdings nur zwei von fünf Vertretern der
    Millennials ihre Arbeit als sinnvoll an.

    Hoch im Kurs: Die Suche nach dem Sinn

    Aber was verleiht einer Arbeit überhaupt Sinn? Ganz einfach: Talente
    wollen nicht mehr bei ausschließlich profitorientierten Firmen arbeiten. Stattdessen
    präferieren sie so genannte „Good Companies“. Diese verfolgen zum Beispiel
    nachhaltige Geschäftsziele, tragen aktiv zum Umweltschutz bei oder tun
    irgendetwas anderes, das den eigenen Mitarbeitern das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles
    zu tun.

    Für die jüngere Generation ist jenseits der ganzen Sinnsucherei aber noch ein zweiter Faktor sehr wichtig: Zeit. Zeit für sich selbst, für Freunde, Familie und für besondere Erlebnisse. Das Prinzip, einen Teil des Lebens in die Arbeit zu investieren, um Geld zu verdienen, wobei letztlich die Zeit fehlt, um dieses auch ausgeben zu können: Das erscheint den Generationen Y und Z geradezu absurd.

    Work Life Balance: Gut für die Unternehmenskultur

    Genau so haben sie es bei ihren Eltern- und Großelterngenerationen beobachtet
    und vielleicht das ein oder andere Mal zu oft von ihnen gehört: Hätte ich
    doch weniger gearbeitet und stattdessen mehr Zeit gehabt
    . Das haben sie
    sich zu Herzen genommen.Gegenüber Arbeitgebern hegen die Ypsiloner und
    Zettler daher eine klare Erwartungshaltung: Sie sollen ihnen eine möglichst
    optimale Work Life Balance bieten. Damit steht und fällt in großen Teilen die
    Arbeitgeberattraktivität und auch die Unternehmenskultur lässt sich mit den
    richtigen Zugeständnissen aufpimpen.

    Ganz oben auf der Agenda stehen in diesem Zusammenhang bei den meisten Arbeitnehmern daher Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und eine möglichst geringe Anzahl von Überstunden. Millenials wollen keine Minute länger im Büro verbringen, als notwendig. Doch dieser Plan geht ganz offensichtlich nur selten auf.

    Die OECD hat die Work-Life-Balance in 38 Ländern
    untersucht und daraus ein Ranking erstellt. An der Spitze des „Better Life
    Index 2019″ stehen die Niederlande, Italien und Dänemark. Deutschland
    liegt eher abgeschlagen auf dem neunten Platz.

    Um die Work Life Balance ist es nicht gut bestellt in Deutschland

    Halten wir also fest: Weder können Arbeitgeber
    mit einem wirklich sinnstiftenden Ansatz punkten noch mit einer guten
    Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Darunter leiden sowohl die
    Unternehmenskultur als auch die Bindung, denn Mitarbeiter empfinden die
    Abwesenheit dieser zwei entscheidenden Motivationsfaktoren als zutiefst demotivierend.

    Die Folge: Immer mehr Millennials verlieren
    die Lust am Job. Weder würden sie diesen in ihrem Freundeskreis
    weiterempfehlen, noch haben sie laut der Peakon-Studie Interesse daran, allzu
    lange bei dem Arbeitgeber zu verweilen. Die Wechselbereitschaft von Millennials
    gilt als überdurchschnittlich hoch.

    Der Hunger nach optimal verbrachter Lebenszeit

    Die Frage, die sich viele Arbeitgeber
    angesichts dessen stellt: Wie gelingt es, den Fachkräftenachwuchs zu binden und
    zufriedenzustellen? Um die eigene Unternehmenskultur auf die veränderten
    Ansprüche der jungen Generationen anzupassen, ersinnt mancher Arbeitgeber
    allerlei Benefits. Sie sollen sowohl den Hunger nach optimal verbrachter
    Lebenszeit stillen als auch Sinn stiften.

    Glücklich schätzen können sich zum Beispiel die Mitarbeiter des Linzer
    Unternehmens Storyclash. Der Anbieter von Lösungen für Social Media Monitoring
    hat das klassische Nine-to-five-Hamsterrad durchbrochen und ein
    Benefit-Programm geschaffen, das Mitarbeitern im Sommer mehr Zeit für Privates
    verschafft. Im Juli und August stellt der Betrieb seine Arbeitszeit für alle
    Mitarbeiter von einer 40- auf eine 32-Stunden-Woche um. Für die Arbeitenden
    bedeutet das: Sie haben jeden Freitag frei.

    Die Positiveffekte dieses Benefit-Programms auf die Unternehmenskultur
    ließen nicht lange auf sich warten. Nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit ist
    dank der so genannten „sunny Fridays“ gestiegen. Unmittelbar nach der
    Verkündung des Konzepts gegenüber der Belegschaft gingen auch schon die ersten
    Initiativbewerbungen ein.

    Zeitliche Benefits: Mehr Bindung, mehr Motivation, mehr Output

    Ein anderes Beispiel zeigt, wie in Unternehmen derweil der Gedanke der
    Sinnstiftung gelebt werden kann – selbst, wenn der eigene Betrieb keine Good
    Company im klassischen Sinne ist. Die Etablierung eines so genannten Social
    Days bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, sich für einen Tag sozial zu
    engagieren. Mitarbeiter leisten an diesem besonderen Tag etwa Dienst in einer
    sozialen Einrichtung oder bei einer Umweltschutzorganisation.

    Das hat gleich mehrere positive Effekte:

    • Die Mitarbeiterzufriedenheit und
      -bindung steigt
    • Die Kommunikation und Teamfähigkeit
      werden gestärkt, weil sich Kollegen auch mal in einem anderen Umfeld erleben
      und vielleicht ganz neue Seiten aneinander entdecken
    • Die Reputation des Unternehmens
      verbessert sich

    Erlebnisgeschenke mit Prepaidkarte

    Es gibt aber noch mehr Angebote, die
    Arbeitgeber ihren Mitarbeitern unterbreiten können, um ihre Lebenszeit sinnvoll
    zu nutzen oder mit besonderen Ereignissen anzufüllen. So kam etwa ein
    Erlebnisanbieter auf die findige Idee einer aufladbaren Erlebniskarte. Eine Art
    Prepaid-Karte für eine gute Work Life Balance. Das Prinzip: Der
    Arbeitgeber lädt die Mitarbeiter-Karte zu besonderen Anlässen wie Jubiläen,
    Geburtstagen oder als Incentive um einen gewissen Betrag auf.

    Jeder Mitarbeiter entscheidet anschließend, wann und wie er sein Guthaben
    bei dem Erlebnisanbieter nun einlösen möchte. In kleinen Häppchen oder in toto
    für ein größeres Event? Dass das nicht nur eine geschäftstüchtige Idee des Erlebnisanbieters
    ist, sondern auch gut fürs Unternehmensklima sein kann, liegt auf der Hand. Wer
    arbeitet nicht gerne in einem Unternehmen, bei dem die Mitarbeiter schon beim
    morgendlichen Flurtalk über den gestrigen Fallschirmsprung oder das
    Survival-Training plaudern?

    Das Problem an der Sache ist allerdings: Irgendwann nutzt sich auch
    dieser Effekt ab. Und dann muss wieder etwas Neues her. Aber so ist das nun mal
    in unserer schnelllebigen Zeit: Konstant ist nur die Veränderung.