Smartphone-Perspektiven mit Chatbots und KI

Letzte Woche waren wir als Sponsor auf dem 12. Mobile Media Forum 2019 in Wiesbaden dabei. Organisiert von der Hochschule RheinMain bot das Event auch diesmal wieder eine gekonnte Mischung aus wissenschaftlich fundierten Inhalten sowie praxisnahen Use-Cases und Tipps. Das diesjährige Thema: Chatbots und Künstliche Intelligenz auf mobilen Plattformen.

Mobile Media Forum

Ein besondere Augenmerk galt den Gefahren dieser Technologien, insbesondere bei den Themen „Nachvollziehbarkeit“ und „Transparenz“: Wie weise ich aus, dass der Nutzer mit einem Chatbot interagiert, um moralisch und rechtlich auf der sicheren Seite zu sein? Wie können wir eine Künstliche Intelligenz so überwachen, dass wir deren Verhalten sowie Entscheidungen nachvollziehen und auf Konformität mit unseren Interessen prüfen können?

Eine große Sorge der anwesenden Vertreter der Branche ist darüber hinaus die Unberechenbarkeit dieser weitgehend selbstständigen Systeme: Nach zahlreichen Malheuren wie dem rassistischen Twitter-Bot von Microsoft gibt es Befürchtungen, solche Systeme könnten sich „selbstständig machen“ und ein schlechtes Licht auf das eigene Unternehmen werfen.

Raven51 war im Rahmen des Sponsoring und seiner Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain mit zwei weiteren Partnern vor Ort: Laurent Scholten von Wonderkind sprach über das automatisierte Multiposting von Job-Ads auf verschiedensten Kanälen und die detaillierte Auswertung des Kandidatenverhaltens durch KI. Peter Kolb von LogOn präsentierte Use Cases aus dem mobilen Recruiting mittels Chatbot- und KI-basierten Bewerbungen und sprach über neueste technologische Möglichkeiten.

Praxistipps und Erfahrungswerte

Erste Studien weisen darauf hin, dass bis in drei Jahren über 80% der Smartphones mit On-Device-KI versehen sein werden. Auch Eric Ballnath und Patrick Grigat von Google sprachen inzwischen nicht einmal mehr von „Mobile First“ (was inzwischen Standard sein sollte), sondern von einer neuen Konzentration auf „AI First“.

Einige praktische Tipps wurden ebenfalls mitgebracht. Auf der Konferenz war man sich einig – wer das Rad jedes Mal neu erfindet, der ist selbst schuld. Software wie Google ML, Microsoft Cognitive Services und Amazon Recognition Image sind für viele Anforderungen schon verfügbar und sehr kompetent.

Wir danken der Hochschule RheinMain für die Organisation und allen Vortragenden sowie Diskussionspartnern für den regen Austausch.