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    Raven51 beim Round-Table-Gespräch mit der Personalwirtschaft

    Welche Lehren können Unternehmen im Employer Branding aus den letzten Monaten ziehen? Und wohin geht die Reise? Darüber diskutierten Branchenkenner bei einem Round-Table-Gespräch mit der Personalwirtschaft. Für Raven51 war Udo A. Völke mit dabei, der spannende Argumente in die Runde warf.

    Corona-Pandemie: Der Moment der Wahrheit für HR

    Wie Unternehmen in der Corona-Pandemie mit ihren Mitarbeitern umgegangen sind und umgehen, hat einen enormen Effekt auf die Employer Brand. Das ist eines der Kernergebnisse des Round-Table-Gesprächs, zu dem die Personalwirtschaft führende Köpfe der HR-Branche eingeladen hatte. Mit dabei die Employer-Branding-Beraterin Annekatrin Buhl, für die die Corona-Pandemie so etwas wie der „Moment der Wahrheit“ für die Arbeitgebermarke war. Eine Krise entpuppe immer schonungslos, an welchen Punkten es im Employer Branding hake oder gut laufe, meint sie.

    In der Gesamtschau waren sich die acht Diskutanten allerdings einig, dass das Realexperiment Corona zwar so manche Schattenseite in puncto Employer Branding zum Vorschein gebracht hat. Es gab aber auch viel Gutes. Beispiel: Home-Office. So mancher Arbeitgeber, der vor der Pandemie eher kritisch gegenüber der Arbeit in den eigenen vier Wänden eingestellt war, ist nun auf den Geschmack gekommen. Erst kürzlich erklärte etwa die Allianz, sie wolle das Home-Office zur Dauerlösung machen. Gerade jüngeren Mitarbeitern dürfte das Gefallen, denn sie setzen das Angebot von Home-Office ganz selbstverständlich voraus.

    Home-Office: Wichtiger Attraktivitätsfaktor für die Employer Brand

    Was sich bei der Diskussionsrunde allerdings herauskristallisierte: Zufrieden macht Home-Office nur, wenn das Gesamtpaket stimmt. So war Home-Office während des Lockdowns insbesondere dann der Arbeitgebermarke abträglich, wenn sich der Chef gegenüber remote arbeitenden Mitarbeitern als Kontrollfreak entpuppt und sie mit einer Mail nach der anderen bombardiert, um an der Geschwindigkeit der Antworten ablesen zu können, ob sie auch wirklich arbeiten.

    Aber selbst negative Erfahrungswerte wie diese sind immer für irgendetwas gut, meint Johanna Hartz, Leiterin Employer-Branding-Beratung bei Wollmilchsau. Unternehmen sollten diese hinterfragen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die eigene Arbeitgebermarke zu optimieren. Wobei Hartz fest davon ausgeht, dass Arbeitnehmer ihren Arbeitgebern so manchen Fauxpas während der Hochzeit der Pandemie längst verziehen haben. Ihr Resümee: „Ich habe mehr Menschlichkeit beobachtet.“

    Werte sind das A und O

    Diese könnte in den kommenden Monaten allerdings noch einmal auf eine harte Probe gestellt werden, warnt Udo A. Völke. „Vielen Menschen hat die Krise in existenzielle Not gebracht. Es wird in den kommenden Monaten noch zu vielen Pleiten kommen. Kurzarbeit und staatliche Hilfen zögern das nur hinaus“, ist sich der Chief Marketing Officer bei Raven51 sicher. Mitunter müssen harte Entscheidungen getroffen werden, meint er. Die Frage, die sich daraus ergibt: Wie schaffen es Arbeitgeber, aus diesen Entwicklungen hervorzugehen, ohne der eigenen Employer Brand zu schaden? Für Udo A. Völke ist die Sache klar: „Arbeitgeber dürfen in einer Krise ihre Überzeugungen und Werte nicht über den Haufen werfen.“

    Die kommenden Wochen bringen eine Gratwanderung für Arbeitgeber

    Zustimmung erntet Völke von Alexa Desch-Gerber, Director Sales Employer Branding & Recruiting bei ZEIT Talent, die noch einmal auf den Punkt bringt, welche Gratwanderung manchem Arbeitgeber jetzt bevorsteht: „Es ist (…) schwierig, auf die aktuellen Anforderungen einzugehen. Gleichzeitig treten durch die Krise verstärkt Konflikte zutage, die vorher schon latent existierten. Dabei noch Perspektiven zu vermitteln und die Mitarbeiter klar anzuleiten – dieses Spannungsfeld ist anspruchsvoll und höchst individuell.“

    Doch es gibt auf dem Arbeitsmarkt auch die andere Seite der Medaille. Während sich die Corona-Pandemie in einigen Branchen existenzgefährdend auf Unternehmen auswirkt, gibt es auch große Teile der Wirtschaft, in denen wieder Aufbruchsstimmung herrscht und in denen verstärkt nach Talenten gesucht wird.

    Digitale Hilfsmittel im Recruiting

    Hier ist strategisches Recruiting gefragt, das auf digitale Hilfsmittel nicht verzichten sollte, meint Sabine Vockrodt. Es gebe bereits hilfreiche Tools, die bei der Personalauswahl unterstützen. „Wenn man sie einsetzt, um sich damit Freiräume zu schaffen, bleibt (auch) mehr Spielraum für die Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke“, meint die Leiterin Stellenmarkt & Rubriken bei der Werben und Verkaufen GmbH.

    Udo A. Völke von Raven51 ergänzt: Ein digital geprägtes Recruiting schafft nicht nur Freiräume, um die Employer Brand weiterzuentwickeln. Es hat bereits Auswirkungen auf die Employer Brand. Vor allem im Bereich der Vermarktung einer Stelle müssten sich Unternehmen stärker an den Bedürfnissen der Kandidaten orientieren, um den Employer-Branding-Effekt zu steigern. „Wenn sich die Zielgruppe bevorzugt über ein Online-Assessment bewerben will, wenn sie Videoclips aus dem Unternehmen sehen will – dann müssen Unternehmen lernen, wie das geht, und es ihr anbieten.“

    Fazit 

    Als Ergebnis des Round-Table-Gesprächs lässt sich festhalten, dass sich jetzt zeigt, welche Arbeitgebermarken das Zeug haben, die Corona-Pandemie unbeschadet zu überstehen und welche nicht. Eines ist dabei so sicher wie das Amen in der Kirche: Ohne gute Offboarding- und/oder Recruiting-Strategie basierend auf einem festen Wertefundament setzen Unternehmen ihre Arbeitgebermarken aufs Spiel und erleiden Schiffbruch – bei bestehenden sowie potenziellen Mitarbeitenden. Wer in diesen Bereichen noch nicht die richtigen Weichen gestellt hat, sollte jetzt dringend handeln.

    Den vollständigen Artikel zum Round-Table erhalten Sie hier.