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    Karriereseite: Der unterschätzte heilige Gral des Recruiting

    Eine gut gestaltete Karriereseite avanciert immer mehr zum Heiligen Gral des Recruiting. Ein besseres Einfallstor zum Wunschkandidaten gibt es nicht. Auf der Karrierehomepage können sich Kandidaten zum Beispiel über Arbeitsbedingungen, Arbeitsklima und Karrierechancen eines Arbeitgebers informieren. Davon gehen sie jedenfalls aus, wenn sie ihre Jobsuche starten. Doch Wunsch und Realität klaffen leider allzu oft auseinander.

    Karriereseite: Bedeutung steigt

    Verschiedene Erhebungen zeigen: Eine gut aufgeräumte Karriereseite gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es ist zwar richtig, dass die klassische Stellenanzeige nach wie vor nicht aus dem Recruiting wegzudenken ist. Allerdings hat sich ihre Rolle verändert. Immer seltener bewerben sich Kandidaten direkt über ein Jobinserat. Stattdessen nutzen sie es als ersten Informationspool, bevor sie weitere Fakten über den Arbeitgeber im Netz einholen. Satte 86 Prozent der Jobsuchenden halten es so, wie die Studie „Jobsuche im Zeitalter von Google for Jobs“ zutage förderte.

    Den Grund dafür lieferte die Jobbörse Stepstone schon vor ein paar Jahren. In der Erhebung „Erfolgsfaktoren im Recruiting“ zitierte sie Kandidaten, von denen 76 Prozent der Meinung waren: Die Informationen, die sie einem Jobinserat entnehmen können, reichen nicht aus, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Aber genau das wollen Talente heute. Beim Kauf eines Produkts recherchieren sie auch erstmal auf verschiedenen Seiten im Netz. Auf Bewertungsplattformen zum Beispiel. Und sie lesen, was das Unternehmen selbst auf seiner Webseite sagt.

    Viele Karriereseiten sind nach wie vor nicht mobil optimiert

    Wen wundert’s, dass sie dieses Verhalten auch bei der Jobsuche an den Tag legen? Falls ihnen grundsätzlich gefällt, was sie in der Stellenanzeige lesen, surfen sie als nächstes bei Arbeitgeberbewertungsplattformen vorbei und googeln sich dann bis zur Karriereseite des Arbeitgebers durch. Was sie dort vorfinden, gleicht allerdings allzu oft einem Tauerspiel.

    Das beginnt schon damit, dass Talente immer häufiger ihr Mobiltelefon nutzen, um im Netz zu surfen. Der Dämpfer, den sie erleben, wenn sie den Karriereteil einer Webseite anklicken, könnte größer nicht sein. In vier von zehn Fällen funktioniert die Darstellung der Karrierewebseite so ganz und gar nicht auf dem Smartphone, wie in der Studie Recruiting Trends 2020 der Uni Bamberg nachzulesen ist. Ganz im Gegensatz zum auf Hochglanz polierten Konsumentenbereich, wo alles blitzt und blinkt. Das kann Arbeitgebern zum Verhängnis werden. Jeder vierte Kandidat der Generation Z bricht die Jobsuche nämlich ab, wenn bei der Stellensuche auf einem mobilen Endgerät Darstellungsprobleme auftreten. Chance vertan.

    Mobile Bewerbungsmöglichkeiten? Fehlanzeige!

    Auch die Bereitstellung von mobilfreundlichen Bewerbungsmöglichkeiten auf der Karrierehomepage täte bitter Not. Denn immer mehr Kandidaten wollen sich mit ein paar Fingertipps über ihr Smartphone bewerben. Über einen Chatbot oder eine One-Click-Bewerbung zum Beispiel.

    Aber auch hier hinken Arbeitgeber ihren Möglichkeiten hinterher. Das kostet sie erneut Bewerbungen. Der Anteil an Kandidaten, der sich über ein mobiles Endgerät bewerben will, hat laut der Studie Recruiting Trends in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Bietet sich diese Chance nicht, springen immer mehr Bewerber ab. Waren es 2018 knapp acht Prozent, die dann von einer Bewerbung absahen, so hat sich dieser Wert schon ein Jahr später auf über 14 Prozent erhöht und somit fast verdoppelt.

    Firmen verschenken Recruiting-Chancen

    Diese Zahlen zeigen: Unternehmen, die ihre Karriereseite nicht optimieren, verscherzen es sich mit einer immer größeren Zahl an Bewerbern und verschenken wertvolle Potenziale. Wer seine Möglichkeiten hingegen ausschöpft, hat gute Chancen, als Arbeitgeber zu punkten. Schließlich bietet eine gut strukturierte Karrierehomepage die Möglichkeit, Kandidaten mit genau den Informationen zu versorgen, für die sie sich interessieren.

    Zu diesen Themen zum Beispiel:

    • Hierarchien und Strukturen im Unternehmen
    • Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten
    • Übersicht über Arbeitszeitmodelle
    • Work-Life-Balance-Maßnahmen
    • Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
    • Weiterbildungskultur
    • Karrieremöglichkeiten
    • Arbeitsklima
    • Gehälter

    Die Karrierehomepage in einer perfekten Welt

    Es geht aber noch mehr! In einer perfekten Welt wäre eine Karrierehomepage nicht nur mit diesen Informationen ausgestattet und optimal strukturiert. Sie würde sich in ihrem Layout auch exakt der Zielgruppe anpassen, die sie gerade besucht. So bekäme etwa der Absolvent schon direkt auf der Startseite ausschließlich für ihn relevante Informationen zu Gesicht. Wissenswertes über Training-on-the-Job- oder Mentoring-Programme zum Beispiel. Derweil würde sich der Manager auf der für ihn zugeschnittenen Startseite über Führungskräftetrainings und Karrieremöglichkeiten informieren, die im Unternehmen angeboten werden. Kein langes Surfen, kein langes Suchen. Das wäre mal ein Service!

    Technisch wäre das Ganze durchaus umsetzbar. Stichwort: Realtime Targeting. Der entsprechende Algorithmus sorgt automatisch dafür, dass zu jedem Kandidatenbedürfnis die passende Startseite erscheint. Als Indikatoren, welche die richtige ist, dienen verschiedene Informationen: Zum Beispiel spielt das Nutzerverhalten des Besuchers im Netz eine Rolle. Noch ist dieses Prinzip allerdings selbst im Konsumenten-Bereich nicht durchgängig umgesetzt. Aber eines ist sicher: Der Tag wird kommen – auch in puncto Karrierehomepage.

    Wie sieht eine zeitgemäße Karrierewebseite aus?

    Bis es soweit ist, sollten Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Karriereseite aber zumindest die Möglichkeiten nutzen, die ihnen ein zeitgemäßes Webdesign schon heute bietet. Ein gutes Beispiel bietet die Lufthansa unter www.be-lufthansa.com. Talente brechen über die Webseite zu einer kleinen virtuellen Erkundungstour des Unternehmens auf. Hier finden sie spannende Blogbeiträge von Mitarbeitern, Bilder, Videos und aktuelle News aus dem Konzern. So sehen sie hautnah, wie es im Arbeitsalltag zugeht, wie die Mitarbeiter und die Chefs ticken. So entstehen Nähe und der Wunsch, sich zu bewerben.

    Auch den Bewerbungsprozess können die potenziellen Mitarbeiter genau erkunden. Die Karriereseite bietet transparente Auskünfte darüber, wie die Bewerbungsverfahren ablaufen. Bewerber haben sogar die Möglichkeit, virtuelle Einstellungstests zu durchlaufen oder sich Videoanleitungen anzusehen, damit die Online-Bewerbung gelingt. Unter anderem aus diesen Gründen erhielt die Webseite die Auszeichnung als „Beste Karrierewebsite“ des Beratungshauses Trendence.

    Best Practice: Lufthansa zeigt, wie’s geht

    Damit nicht genug. Die Karriereseite ist außerdem eins zu eins mit der „Be Lufthansa“-Facebook-Seite vernetzt. Diese Page zeichnet sich wiederum durch eine gute und sehr konsequente Kommunikation mit der Community aus. Auch das ist beispielhaft. Alles geht Hand in Hand. Fragen zur Karriere, zu Bewerbungsterminen oder auch zum Interesse an bestimmten Flugzeugmodellen werden vom Be-Lufthansa-Team professionell und in angemessener Zeit in den Kommentaren beantwortet. Wir haben’s getestet!

    Das vermittelt Bewerbern eine klare Botschaft: „Wir nehmen Euch und Eure Anliegen ernst.“ Kein Wunder also, dass der Konzern mit seiner Webseite und seinen Social-Media-Auftritten bereits unzählige Talente begeistern konnte. Bleibt nur zu hoffen, dass das Beispiel Schule macht.