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    Hybride Arbeit: Schritt für Schritt zurück ins Office

    Am Home-Office scheiden sich die Geister. Befürworter loben die damit einhergehende Flexibilität und die wegfallenden Fahrten zur Arbeit. Das spart Zeit und – infolge steigender Spritpreise – auch viel Geld. Gleichzeitig warnen Studien vor der Burnout-Gefahr, die mit dem Home-Office einhergeht: Arbeit und Privates vermischen sich manchmal zu stark miteinander und lassen sich nicht mehr trennen. Daher wählen viele Unternehmen jetzt einen Mittelweg und führen das Modell der hybriden Arbeit ein. Was das bedeutet, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Hybride Arbeit: Schritt für Schritt zurück ins Office

    Apple holt seine Leute zurück aus dem Home-Office

    Erst kürzlich geriet Computerkonzern Apple in die Schlagzeilen – ausnahmsweise nicht wegen neuer Produkte. Es ging um die Arbeit in dem Unternehmen: Nach zwei Jahren Dauer-Home-Office hat der Arbeitgeber seine Mitarbeiter nun wieder zurück ins Büro beordert. Nach Ansicht von Apples CEO Tim Cook lassen sich bestimmte To-dos einfach besser vor Ort erledigen als zuhause. 

    Dabei bestreitet der Konzernchef die Vorteile des Home-Office keinesfalls und will auch nicht ganz davon ablassen. Doch für einen positiven Spirit im Unternehmen sei die regelmäßige Zusammenarbeit vor Ort einfach unerlässlich, teilte Cook seinen Mitarbeitenden per Mail mit. Daher sollen die Kollegen ab sofort an zwei, besser an drei Tagen pro Woche wieder ins Büro kommen, statt ausschließlich remote zu arbeiten.

    Hybrides Arbeiten: Welche Arbeitsmodelle gibt es?

    Mit dieser Ansicht ist Cook nicht allein. Auch hierzulande experimentieren zahlreiche Arbeitgeber unter dem Stichwort „Hybride Arbeit“ mit flexibleren Arbeitsmodellen. Ziel ist es, Mitarbeitern eine sinnvolle Mischung aus Präsenztagen vor Ort und der Arbeit in den eigenen vier Wänden anzubieten. Dazu loten Unternehmen derzeit das richtige Modell aus.

    Aktuell kristallisieren sich die folgenden Konzepte heraus: 

    • Das Office-First-Modell: Das Home-Office ist eher die Ausnahme und Arbeit findet wie früher wieder grundsätzlich im Büro statt.
    • Das Synchron-Hybrid-Modell: Es gibt feste Home-Office- und feste Office-Tage; drei Tage zuhause und zwei Tage vor Ort zum Beispiel. 

    Und dann gibt es da noch das voll flexible Modell. Bedeutet: Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist frei überlassen, wo sie arbeiten. Sie entscheiden jeden Tag aufs Neue: Office ja oder nein? 

    Hybrid Work verändert in der Arbeitswelt alles

    Egal, für welches Konzept sich Unternehmen letztlich entscheiden: In den meisten Fällen dürften sie bei Arbeitnehmern damit offene Türen einlaufen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie, für die 1.500 Erwerbstätige in Deutschland befragt wurden, gehört der hybriden Arbeit aus Arbeitnehmersicht nämlich die Zukunft. Künftig möchten fast neun von zehn (88 Prozent) Arbeitnehmern hybrid arbeiten und nicht komplett im Home-Office.

    Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel nimmt ohne regelmäßigen direkten Kontakt zueinander der Teamspirit ab: So sehr sich Unternehmen in den letzten Monaten auch bemüht haben, Teams durch informelle Angebote wie digitale Lunches oder virtuelle Teambuildingmaßnahmen zusammenzuhalten – viele Mitarbeiter haben sich dennoch von ihren Kollegen abgeschnitten gefühlt. 

    So jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen Gallup-Studie aus dem Jahr 2022. Hinzu kommt: Jeder Dritte fühlt sich inzwischen regelrecht ausgebrannt. Das hat nicht nur mit der mangelnden Anbindung an das Team und dem damit einhergehenden Gefühl der Isolation zu tun. Auch die Dauerverfügbarkeit der Arbeit im Homeoffice hat sich als problematisch herausgestellt. 

    Der Burnout kommt auf leisen Sohlen

    Kein Wunder: Wenn der Laptop zuhause immer aufgeklappt herumsteht, ist die Arbeit immer präsent. Und dann wird am Abend doch nochmal über die Präsentation für den nächsten Tag geschaut oder die Mailbox gecheckt. Vielleicht hat die Kollegin aus Übersee ja endlich geantwortet. Der Effekt: Wer sich 24/7 mit seinem Job beschäftigt, kann irgendwann nicht mehr abschalten. 

    Dauerhaft im Home-Office tätige Angestellte klagen laut einer AOK-Studie daher häufiger über Nervosität und Schlafstörungen. Auch zeigen sich bei vielen Arbeitnehmern Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben: Jeder dritte Arbeitnehmer verlegt die Arbeitszeit im Home-Office auch in das Wochenende. Jeder Fünfte sieht genau darin ein Problem, weil die Erholung fehlt. Damit ist das Konzept „Working at home“ für viele Arbeitnehmer gescheitert, und sie kommen gerne an dem ein oder anderen Tag wieder zurück ins Office. 

    Unternehmen bauen ihre Büros um 

    Absehbar ist, dass diese Entwicklungen einige tiefgreifende Umwälzungen in der Arbeitswelt nach sich ziehen werden. Hybrid Work wird zum Beispiel zu völlig neuen Bürostrukturen führen. Logisch: Wenn Mitarbeitende nicht mehr so oft vor Ort arbeiten, können Großraumbüros verkleinert und Teile der Arbeitsflächen anderweitig genutzt werden. Als Kreativ- oder Meetingzonen etwa, in denen Mitarbeiter innovativen Gedanken nachgehen.

    Das ist auch mehr als sinnvoll. Denn gemeinsam innovativ und kreativ zu sein – das dürfte künftig der Hauptgrund sein, warum Mitarbeiter ins Office fahren. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat schließlich gezeigt: Stillarbeit lässt sich in den eigenen vier Wänden perfekt erledigen. Für innovative To-dos gilt das jedoch weniger. Umso mehr brauchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig Zonen, in denen sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Viele Unternehmen bauen ihre Büros daher bereits um und wollen Arbeitnehmern künftig eine Mischung aus Wohlfühl- und Ruhebereichen, Kollaborations- und Meetingräumen bieten. 

    New Work: Beziehen Sie Ihre Belegschaft ein

    Auch Sie tragen sich mit dem Gedanken, ihr Bürokonzept den veränderten Bedürfnissen anzupassen? Das ist gut! Denn Ihre Employer Brand wird davon ganz sicher profitieren. Unser Tipp: Überlassen Sie nichts dem Zufall und gestalten die neue Bürowelt gemeinsam mit Ihren Angestellten. Tragen Sie in Umfragen, Workshops und Fokusrunden verschiedene Ideen zusammen und leiten daraus ein ganzheitliches Bürokonzept ab. 

    Die Chance: Ihre Mitarbeiter können an jedem Tag im Office den Arbeitsort wählen, der perfekt zu ihren jeweiligen To-dos passt. Wer in Ruhe seinen Gedanken nachgehen will, nimmt Platz in der schallgedämpften Telefonbox. Für inspirierende Meetings bietet sich der Experimentierbereich an, in dem Schere, Papier und Flipchart schon parat stehen. Und wer konzentriert am Computer arbeiten will, sucht sich einen Schreibtisch im verkleinerten Großraumbüro. Sie sehen: Die Arbeitswelt der Zukunft wird ziemlich abwechslungsreich.

    Fazit: Hybrid Work vereint das Beste aus beiden Welten 

    Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der Hybrid-Work-Gedanke unterliegt der Idee, das Beste aus der analogen und virtuellen Arbeit zusammenzubringen. Mitarbeiter profitieren weiterhin von den vielen Vorteilen, die das Home-Office mit sich bringt: 

    • Sie können sich zuhause auf komplexe Inhalte konzentrieren und diese in Ruhe bearbeiten, was mit einer gesteigerten Produktivität einhergeht. 
    • Das Home-Office bietet die Grundlage für eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung.
    • Wer nicht täglich ins Büro fährt, hat weniger Fahrtzeiten und -kosten.

    Gleichzeitig gewährleisten regelmäßige Tage im Büro: 

    • eine engere Zusammenarbeit mit dem Team; 
    • eine bessere Mitarbeiterbindung an das Unternehmen; 
    • gesteigerte Motivation, Kreativität und Innovationskraft; 
    • eine klarere Trennung von Arbeit und Privatleben 

    Wir finden: Auf die neue Arbeitswelt kann man sich durchaus freuen.

    Sie wollen das Teamwork in Ihrem Unternehmen auch im Home-Office fördern und remote tätige Mitarbeiter besser motivieren? Laden Sie jetzt unseren kostenlosen „Home-Office-Guide für Personaler“ herunter!