Definition: Was ist Training on the Job?
Training on the Job (auch „On the job training“) ist einer der drei zentralen Ansätze der Mitarbeiterschulung, ergänzt durch Training off the Job und Training near the Job. Training on the Job bezeichnet das Lernen am Arbeitsplatz. Meist steckt eine einjährige Ausbildung dahinter, die häufig nach einem abgeschlossenen Studium begonnen wird. In dieser Art Ausbildung bzw. Weiterbildung werden zukünftige Fach- und Führungskräfte angelernt.
Da diese Methode auf dem „Learning by Doing Prinzip“ basiert, werden die Nachwuchstalente von erfahrenen Mitarbeitern (meist direkte Kollegen), Vorgesetzten oder Managern betreut. Sie vermitteln relevantes (Praxis-) Wissen, das die angehenden Nachwuchskräfte für ihren Job benötigen. Im Training on the Job liegt der Fokus auf der Wissensvermittlung im unmittelbaren Arbeitsumfeld, sprich um das Erlangen von Praxiserfahrung im Unternehmen selbst. Um Fehler frühzeitig zu erkennen und künftig zu vermeiden, sind die regelmäßige Kontrolle sowie Feedbackgespräche wichtige Bestandteile der Weiterbildung.
Was ist Training off the job?
Und was ist Training near the job?
Neben dem Training on the Job gibt es auch das Training off the Job, bei dem die Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens stattfinden. Dazu zählen beispielsweise Berufsschulkurse, Vorlesungen oder Seminare bei externen Anbietern, die oft theoretisches Wissen vermitteln und somit die praktische Ausbildung ergänzen.
Training near the Job kombiniert die Methoden und Maßnahmen von Training on the Job und Training off the Job in einem Ansatz und vereint dabei die jeweiligen Vorteile beider Ansätze. Workshops und Seminare finden außerhalb des Unternehmens statt, wodurch Elemente des Trainings off the Job integriert werden. Gleichzeitig behalten die Inhalte einen starken Praxisbezug, da sie gezielt auf die Anforderungen und Herausforderungen des eigenen Unternehmens abgestimmt sind und somit den Charakter von Training on the Job widerspiegeln.
Was ist Training off the job?
Und was ist Training near the job?
Neben dem Training on the Job gibt es auch das Training off the Job, bei dem die Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens stattfinden. Dazu zählen beispielsweise Berufsschulkurse, Vorlesungen oder Seminare bei externen Anbietern, die oft theoretisches Wissen vermitteln und somit die praktische Ausbildung ergänzen.
Training near the Job kombiniert die Methoden und Maßnahmen von Training on the Job und Training off the Job in einem Ansatz und vereint dabei die jeweiligen Vorteile beider Ansätze. Workshops und Seminare finden außerhalb des Unternehmens statt, wodurch Elemente des Trainings off the Job integriert werden. Gleichzeitig behalten die Inhalte einen starken Praxisbezug, da sie gezielt auf die Anforderungen und Herausforderungen des eigenen Unternehmens abgestimmt sind und somit den Charakter von Training on the Job widerspiegeln.
Vergleich der drei Ansätze
On the Job
Off the Job
Near the Job
Ort
Direkt am Arbeitsplatz
Externe Lernumgebung
Arbeitsplatz nah
Praxisbezug
Sehr hoch
Gering bis mittel
Hoch
Flexibilität
Direkt im Arbeitsprozess
Separat vom Arbeitsalltag
Kombiniert
Störung des Arbeitsalltags
Minimal
Hoch
Gering bis mittel
Wen sprechen Arbeitgeber mit Training-on-the-Job-Angeboten an?
In der Regel stellen Unternehmen eine neue Nachwuchskraft ein, die im Betrieb ein Jahr lang praktische Berufserfahrung sammeln kann. Arbeitgeber können diese durch Trainings zu Fach- oder Führungskraft ausbilden. Dieses Programm dient somit einer gezielten, aber firmenspezifischen Ausbildung.
Wie funktioniert Training on the Job?
Meist wird den jungen Talenten ein Coach oder Mentor zur Seite gestellt, der ihnen die Aufgaben im Unternehmen erklärt. Mit der Zeit übernehmen die Mitarbeiter, die gerade das Training on the Job absolvieren, immer mehr an Verantwortung am Arbeitsplatz. Idealerweise nehmen die zukünftigen Fach- und Führungskräfte an internen sowie externen Weiterbildungsmöglichkeiten teil, sodass sie ihr Wissen erweitern können.
Welche Arten des Trainings on the Job werden angeboten?
Die Berufsausbildung ist in Deutschland einheitlich geregelt. Zum Beispiel muss ein Ausbildungsbetrieb in Hessen die gleichen Kriterien erfüllen wie in Hamburg oder Sachsen-Anhalt. Training on the Job ist sehr vielseitig. In manchen Ländern entspricht diese Form der Wissensvermittlung der Ausbildung. In Deutschland dagegen ist sie eine Ergänzung zur klassischen Berufsausbildung. Dabei gibt es verschiedene Arten des Trainings on the Job:
#1 Job Rotation
Unter Job Rotation versteht man den planmäßigen Arbeitsplatzwechsel. Arbeitnehmer eignen sich dabei Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Abteilungen des Betriebes an. So erhalten sie einen guten Überblick über das gesamte Unternehmen und lernen Zusammenhänge kennen. Unter Job Rotation fallen auch Hospitationen sowie Auslandseinsätze.
#2 Job Enlargement
Beim Job Enlargement wird das Aufgabengebiet des Arbeitnehmers erweitert. Die Aufgaben entsprechen dabei denselben Anforderungen. Bezeichnet wird Job Enlargement auch als horizontale Umstrukturierung, da sich der Aufgabenbereich auf derselben Hierarchiestufe wiederfindet. Zum Einsatz kommt diese Art des Trainings on the Job, wenn ein Stellvertreter oder Nachfolger eingearbeitet werden soll.
#3 Job Enrichment
Im Gegensatz zum Job Enlargement handelt es sich beim Job Enrichment um eine vertikale Umstrukturierung, sprich der Arbeitnehmer erhält zusätzliche Aufgaben, die aber auch mehr Verantwortung beinhalten. Zuvor besuchte der Arbeitnehmer ein Weiterbildungsangebot oder erzielte eine anderweitige Qualifizierung.
#4 Coaching
In der Regel wird das Wissen von erfahrenen Kollegen oder Vorgesetzten an die zukünftigen Nachwuchskräfte vermittelt. Diese dienen in erster Linie auch als Ansprechpartner. Des Weiteren besteht die Möglichkeiten, einen externen Coach hinzuzuziehen. Voraussetzung dazu ist der Wille des Arbeitnehmers, der sich auf das Coaching einlassen muss.
Welche Vor- und Nachteile hat ein Training on the Job?
Jedes Training on the Job ist anders aufgebaut und abhängig von der Position, die besetzt werden soll. Das Onboarding spielt bei Berufsanfängern eine wichtige Rolle, damit diese strukturiert integriert und eingearbeitet werden. Unabhängig davon, welche Form des Trainings on the Job eingesetzt wird, gibt es verschiedene Vor- und Nachteile.
Vorteile
- Eingesetzt werden kann Training on the Job über alle Hierarchiestufen hinweg.
- Die Talente lernen praxisnah und können das Gelernte direkt im Berufsalltag anwenden.
- Während der Weiterbildung bleibt der Kontakt zu den Kollegen bestehen.
Nachteile
- Die Orientierungsphase ist meist sehr kurz. Auch die Einarbeitungsphase ist nicht von langer Dauer.
- Berufsanfänger können zu Beginn Schwierigkeiten haben, da kein Lernklima herrscht, sondern der Berufsalltag erlebt wird.
- Das Wissen ist individuell auf das Unternehmen zugeschnitten, d. h. es fehlt an theoretischem Wissen sowie einem Gesamtüberblick.
Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen für das Training on the Job schaffen?
Das klingt vielversprechend, und Sie möchten den Ansatz Training on the Job nun für Ihr Unternehmen nutzen? Nur zu! Achten Sie jedoch darauf, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, um den Erfolg sicherzustellen.
Damit Training on the Job sowohl für die Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen erfolgreich ist, sind bestimmte Voraussetzungen unerlässlich. Diese betreffen nicht nur die Gestaltung des Programms selbst, sondern auch die Unternehmenskultur und den Umgang mit Wissen und Fehlern.
Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen für das Training on the Job schaffen?
Das klingt vielversprechend, und Sie möchten den Ansatz Training on the Job nun für Ihr Unternehmen nutzen? Nur zu! Achten Sie jedoch darauf, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, um den Erfolg sicherzustellen.
Damit Training on the Job sowohl für die Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen erfolgreich ist, sind bestimmte Voraussetzungen unerlässlich. Diese betreffen nicht nur die Gestaltung des Programms selbst, sondern auch die Unternehmenskultur und den Umgang mit Wissen und Fehlern.
Trainingsprogramm
Ein gut strukturiertes Trainingsprogramm bildet die Grundlage für erfolgreiches Training on the Job. Dazu gehören:
- Klare Ziele und Inhalte: Definieren Sie genau, welches Wissen und welche Fähigkeiten vermittelt werden und was die Mitarbeiter gezielt lernen sollen.
- Zeitliche Planung: Gestalten Sie das Training zeitlich so, dass Sie es in den Arbeitsalltag integrieren können, ohne die Produktivität am Arbeitsplatz zu gefährden.
- Individuelle Anpassung: Schneiden Sie die Programme auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu, um eine zielgerichtete Weiterbildung zu ermöglichen.
- Regelmäßiges Feedback: Achten Sie darauf kontinuierliches Feedback zu geben. So können Fortschritte überwacht und Anpassungen vorgenommen werden.
Teamarbeit
Eine kollaborative Arbeitskultur ist essenziell, um das meiste aus den Vorteilen von Training on the Job rauszuholen. Dies umfasst:
- Mentoren und Coaches: Erfahrene Mitarbeitende, die als Ansprechpartner und Unterstützer fungieren, sind unverzichtbar.
- Austausch innerhalb des Teams: Sorgen Sie für regelmäßige Meetings und einen offenen Wissenstransfer. Sie fördern den Lernerfolg.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Das Arbeiten in verschiedenen Abteilungen im Unternehmen (z. B. im Rahmen von Job Rotation) bietet eine breitere Perspektive und erhöht die Kompetenzen.
Fehlerkultur
Eine positive Fehlerkultur ist entscheidend, damit Mitarbeitende im Rahmen des Trainings ohne Angst vor Konsequenzen Neues ausprobieren können. Sie sollten daher:
- Fehler als Lernchance betrachten: Rückschläge sind Teil des Prozesses und bieten wertvolle Erkenntnisse.
- Offene Kommunikation fördern: Ein Umfeld schaffen, in dem Fehler offen angesprochen und gemeinsam Lösungen entwickelt werden.
- Unterstützung statt Sanktionen: Führungskräfte sollten als Unterstützer auftreten und Hilfestellung bieten.
Wissensmanagement
Effektives Wissensmanagement sorgt dafür, dass Wissen langfristig erhalten bleibt und effizient weitergegeben werden kann. Maßnahmen, die Sie hierfür einsetzten können sind:
- Digitale Wissensplattformen: Tools wie Wikis oder E-Learning-Plattformen ermöglichen den Zugang zu zentralem Wissen.
- Dokumentation von Best Practices: Sie sollten erfolgreiche Methoden und Lösungen festhalten und leicht zugänglich machen.
- Wissensweitergabe fördern: Workshops und Schulungen, in denen erfahrene Mitarbeitende ihr Wissen teilen, können den Wissenstransfer optimieren.
Fazit zum Training on the Job
Wir halten fest: Training on the Job ist eine praxisnahe und flexible Methode, um Mitarbeitende direkt am Arbeitsplatz auf ihre Aufgaben vorzubereiten und ihnen relevante Kompetenzen zu vermitteln. Mit verschiedenen Ansätzen wie Job Rotation, Job Enlargement oder Coaching bietet es Unternehmen vielseitige Möglichkeiten, Talente gezielt zu fördern.
Für den Erfolg sind jedoch strukturierte Programme, eine unterstützende Unternehmenskultur sowie effektives Wissensmanagement entscheidend. Wenn Sie diese Voraussetzungen schaffen, können Sie Training on the Job effektiv nutzen, um Mitarbeitende zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden.
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