Heimat und Jobsuche – Eine Studie untersucht die Bedeutung von Regionalität für Arbeitnehmer

Heimat ist da, wo das WLAN ist, so könnte das Credo der „Digital Natives“ lauten. Folglich hat die Generation Internet auch keine Scheu davor, so sollte man meinen, für den perfekten Job mobil zu sein und bereitwillig umzuziehen. Zumindest bei den meisten Unternehmen steht Mobilität ganz oben auf der Wunschliste, wenn es darum geht, die Eigenschaften des idealen Kandidaten zu beschreiben.

2.000 Fachkräfte geben Auskunft zum Thema Arbeitswelt und Mobilität

Die aktuelle Studie von meinestadt.de kommt zu einem anderen Ergebnis. Das Marktforschungsinstitut respondi befragte vergangenes Jahr insgesamt 2.000 Fachkräfte mit Berufsausbildung aus ganz Deutschland zu den Themen Heimat-Empfinden und Jobsuche. Demnach ist es 87,9 % der Teilnehmer „wichtig“ oder „sehr wichtig“, dass ihr Arbeitsplatz nah an ihrem Wohnort liegt. Und für 61,2 % beschreibt der emotional aufgeladene Begriff „Heimat“ einen Radius von weniger als 50 Kilometern um ihren Geburtsort.

Familie und Freunde gehen vor

Und diese Einstellung ist interessanterweise gerade bei den jüngeren Befragten verbreitet: 89,6 % der 25- bis 34-Jährigen finden es „wichtig“ oder „sehr wichtig“, dass der Arbeitsplatz nah am Wohnort liegt. Etwa die Hälfte wäre sogar bereit, berufliche Abstriche hinzunehmen, um in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten zu können. Ein Teilnehmer fasst diese Auffassung so zusammen: „Heimat beinhaltet Familie und Arbeit für mich, wenn man beides hat, ist das toll, wenn nicht, bekommt man Heimweh.“

Ein Umzug für den Job kommt eher nicht in Frage

Bei diesen Zahlen wundert es nicht, dass stolze 80,1 % der Umfrageteilnehmer bisher gar nicht oder höchstens ein Mal für die Arbeit umgezogen sind. Immerhin 40,1 % schließen einen jobbedingten Wohnortwechsel ganz aus, aber wenn, dann nur, wenn das Gehalt stimmt (etwas mehr als ein Viertel der Fachkräfte).

Arbeitgeber sollten regionale Potenziale des Arbeitsmarktes ausschöpfen

Das bedeutet für Recruiter zunächst natürlich, dass sie sich auf den regionalen Kandidatenpool fokussieren müssen. Wer hingegen gute Mitarbeiter aus anderen Regionen zum Umzug motivieren will, muss aktiv echte Anreize schaffen und sich als Unternehmen optimal präsentieren. Das ist nur mit gezieltem und maßgeschneidertem Employer Branding und geschickter Präsentation der eigenen Unternehmensmarke und Standortvorteile zu leisten. Wenn Sie anspruchsvolle Kandidaten von Ihren Benefits überzeugen wollen, unterstützen wir Sie gerne bei der strategischen Mitarbeiterkommunikation und dem Aufbau einer authentischen Arbeitgebermarke. Sprechen Sie uns an!

Das Whitepaper der Regionalitätsstudie können Sie hier downloaden.