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    Employability: Fit für die Zukunft der Arbeit.

    Trainieren Sie? Dann wissen Sie bestimmt nur zu gut, dass es Ihren Muskeln gar nichts bringt, mal Sport zu treiben und dann mal wieder nicht. Unserem Gehirn ergeht es genauso: Wer seine grauen Zellen regelmäßig mit neuem Input füttert und wie einen Muskel trainiert, macht sich fit für die Arbeitswelt von morgen, in der Wissen schnell und schneller veraltet. Zusammenfassen lässt sich das mit einem Wort: Employability.

    Employability – was ist das? Eine Definition.

    Wörtlich übersetzt heißt Employability soviel wie „Beschäftigungsfähigkeit“. Etwas gefälliger ließe sich der Begriff auch mit „Arbeitsmarktfitness“ übersetzen. Diese wird immer wichtiger. Denn Arbeitnehmer müssen zunehmend schneller mit Veränderungen in der Arbeitswelt zurechtkommen und sich anpassen.

    Gründe dafür gibt es viele: Firmen fusionieren von heute auf morgen, melden Insolvenz an oder schrumpfen. Damit kommt es immer wieder zur Verschiebung von Arbeitsinhalten und in Teams. Was den modernen Arbeitnehmer außerdem auf Trab hält: Die IT. Permanent werden neue Tools eingeführt, alte ausgemustert und ein Programmupdate jagt das nächste.

    Eine Welt in der permanenten Veränderung

    Auch berufliches Wissen befindet sich nicht mehr nur langsam und stetig im Fluss. Inzwischen gleicht die Fließgeschwindigkeit eher einem reißenden Strom. Reichte früher ein Studium aus, um eine ganze Lebenskarriere mit dem erworbenen Know-how zu bestreiten, kommen Absolventen damit heute vielleicht noch über die ersten ein, zwei Berufsjahre – wenn überhaupt.

    Was Arbeitnehmer also für die eigene Employability brauchen:

    1. Digitale Kompetenzen
    2. Fachliche Kompetenzen
    3. Anpassungsfähigkeit

    Welche Rolle Soziale Kompetenzen für die Employability spielen

    Und ganz wichtig: Sie brauchen Soziale Kompetenzen. Zum Beispiel, weil Kollegen immer häufiger in virtuellen Teams zusammenarbeiten und tüfteln über Kontinente hinweg in den gleichen Programmen. Sie sehen in Echtzeit, was der Kollege darin gerade hin und herschiebt.

    Zum Alltag gehören außerdem Videokonferenzen, Chats und dergleichen. Gearbeitet wird meist höchst agil und projektbezogen, um flexibler auf plötzliche Veränderungen neue Anforderungen reagieren zu können.

    Das verlangt neue Soft Skills ab. Ganz wichtig sind:
    • Teamfähigkeit
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Konfliktfähigkeit
    • Projektmanagement-Skills
    • Fehlermanagement-Skills
    • Umgang mit Mitarbeitern aus anderen Kulturen

    Employability: Was die Wissenschaft zu dem Thema zu sagen hat

    Wie sehr die Arbeitswelt im Umbruch ist, bestätigt der Future of Jobs-Report des World Economic Forums:

    • 59 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Wertschöpfungskette ihres Unternehmens schon in drei Jahren drastisch von der heutigen unterscheidet.
    • Jeder Zweite glaubt, dass die Automatisierung zu einem Abbau von Stellen führen wird.
    • 38 Prozent gehen davon aus, dass parallel dazu neue Rollen im eigenen Unternehmen entstehen, für die neues Wissen erworben werden muss.
    • Auch die Nutzung von Remote-Arbeitsmöglichkeiten wird signifikant zunehmen.

    Skill-Shift bedroht die Employability

    Zusammenfassend kommen die Studienautoren zu dem Schluss, dass der Verlust von Arbeitsplätzen insgesamt durch die Entstehung neuer Arbeitsplätze ausgeglichen wird. Dass wir damit allerdings einem Skill-Shift gegenüberstehen, der seinesgleichen sucht. Es ist, als befänden sich berufliche Kompetenzen in einer Art dauerhaftem Beta-Zustand.

    Diese Verschiebungen können nur durch gezielte Fortbildungsangebote aufgefangen werden. Unternehmen sollten das Thema Employability daher zur Chefsache erklären. Doch wie so oft klafft zwischen Theorie und Praxis eine Kluft.

    Viele Arbeitgeber verharren beim Thema Employability in Vogel-Strauss-Manier mit dem Kopf im Sand. Das jedenfalls legt eine Studie des Weiterbildungsportals Kursfinder nahe: Knapp die Hälfte der befragten Betriebe hat keine Weiterbildungsstrategie, geschweige denn ein festgelegtes Weiterbildungsbudget. Die Zeichen stehen also schlecht für eine gute Employability.

    Appell an Arbeitgeber: Unbedingt handeln

    Arbeitnehmer auf der anderen Seite haben derweil längst begriffen, was es für die eigene Employability bedeutet, wenn der Arbeitgeber weiterhin in der Weiterbildungs-Schockstarre verharrt. Nämlich: Wer nicht dabei unterstützt wird, ausgetretene Wissens-Pfade zu verlassen, sich immer wieder neu zu erfinden und ständig weiterzuentwickeln, wird irgendwann nicht mehr mithalten können.

    Der Kursfinder-Report zeigt: Mitarbeiter wollen lernen. So sinkt die Mitarbeiterbindung signifikant, sobald Unternehmen ihren Mitarbeitern keine oder eine geringe Anzahl an Weiterbildungstagen ermöglichen. Dies wiederum führt zu Arbeitsunzufriedenheit und Fluktuation.

    Ganz oben auf der Agenda sollte für Arbeitgeber daher stehen, innovative Lernkulturen auf- und auszubauen. Dazu sollten sie Lernen aus der Nische des anstrengenden und langweiligen Wissenserwerbs in ein neues Licht rücken. Das Geheimrezept: Spaß beim Lernen.

    Die eigene Lernkultur schon im Recruiting darstellen

    So begeistert man nicht nur bestehende Mitarbeiter, sondern lockt auch neue Talente an.
    Wer etwa schon in der Recruiting-Phase Talenten mit Virtual-Reality oder 360 Grad Videos ungewöhnliche Eindrücke und Learnings vom eigenen Arbeitsumfeld verschafft, positioniert sich als zeitgemäßer Arbeitgeber. Auch das Onboarding kann mit Technologien wie Virtual oder Augmented Reality begleitet werden. So machen Arbeitgeber vom ersten Tag an den positiven Unterschied. Und genau so sollte es während des gesamten Mitarbeiterlebenszyklus weitergehen.

    Genau dafür gibt es neben klassischen Seminaren, Trainings und Coachings inzwischen unglaublich viele Möglichkeiten und Technologien, die jede Menge Potenziale bieten, nicht nur die nötigen Hard- und Soft Skills, sondern auch digitale Kompetenzen zu trainieren.

    Um nur ein paar Lernformate zu nennen:
    • Mobile Learning: Hier dienen mobile Geräte als Informationsquelle und Kommunikationsmedium für den Austausch mit anderen Lernenden und als Werkzeug. Zum Beispiel für die Produktion und den Austausch von Notizen, Fotos, Videos oder Mindmaps etc.
    • Social Learning: Social Learning ist das Lernen in sozialen Strukturen und Netzwerken via Internet und damit die Ergänzung des traditionellen Offline-Lernens um die Online-Komponente.
    • Gamification: Auch beim Game Based Learning ist das soziale Element ein wichtiger Faktor. Hier geht es um die Verbindung von E-Learning und Computerspiel. Durch die Vermischung von Spiel, Lernen und Arbeit sollen informelle Lernprozesse erleichtert werden. Durch das gemeinsame Spielen werden sozialinteraktive Bedürfnisse erfüllt, die auf dem Wunsch nach Wettbewerb, Geselligkeit oder auch Anerkennung beruhen.

    Finger weg von One-Size-Fits-All-Lösung

    Wichtig dabei ist allerdings: Implementieren Sie keine One-Size-Fits-All-Lösung, um die Employability Ihrer Mitarbeiter zu stärken, sondern eine, die genau auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter abgestimmt ist. Ansonsten geht der Schuss nach hinten los und Arbeitnehmer lernen nur widerwillig oder überhaupt nichts. Es muss schon passen!