Was versteht man unter Digital out of Home (DOOH)?
DOOH bezeichnet digitale Außenwerbung im öffentlichen Raum – zum Beispiel auf Infoscreens in Bahnhöfen, digitalen City-Lightboards oder Monitoren in Fitnessstudios. Gerade im Recruiting ist das spannend. Denn DOOH erreicht nicht nur viele Menschen – sondern auch genau die richtigen:
- Pendler auf dem Heimweg
- Talente beim Bummeln durch die Innenstadt
- Berufstätige in der Mittagspause oder im Gym
Übrigens: Im Gegensatz zur klassischen Plakatwerbung auf Litfaßsäulen oder auf Großleinwänden (OOH = Out of Home) sind Digital-out-of-Home-Kampagnen dynamischer: Inhalte können flexibel angepasst, interaktiv gestaltet und gezielt an bestimmten Orten oder Uhrzeiten ausgespielt werden.
Welche Wirkung erzielen Digital-out-of-Home-Kampagnen?
Hinzu kommt: DOOH-Kampagnen sind echte Blickfänger. Bewegte Bilder, starke Kontraste und abwechslungsreiche Inhalte sprechen besonders Menschen an, die klassische Online-Werbung häufig übersehen, wegklicken oder schlicht ausblenden. Digital out of Home (DOOH) begegnet ihnen dort, wo sie es am wenigsten erwarten – aber am ehesten aufnehmen. Zum Beispiel im Supermarkt, wo das Smartphone in der Tasche liegt und nicht ablenkt.
Studien belegen, wie gut digitale Außenwerbung wirkt. Die internationale Analyse „The Moments of Truth“ von Clear Channel, Posterscope und JCDecaux zeigt: Wenn DOOH-Kampagnen optimal ausgespielt werden – etwa zur Rushhour am Bahnhof – steigt die spontane Werbeerinnerung um bis zu 17 Prozent. Gleichzeitig nehmen die emotionalen Reaktionen auf die Werbeinhalte um 18 Prozent zu.
Noch eindrucksvoller sind die Ergebnisse der Studie „The Attention Dividend“: Premium-DOOH-Formate erzeugen laut dieser 2,5-mal höhere Erinnerungswerte als Online-Videowerbung und halten die Aufmerksamkeit 5,1-mal länger als eher statische digitale Displayanzeigen.
Wie können Unternehmen von DOOH-Kampagnen im Recruiting profitieren?
Warum aber nun DOOH im Recruiting nutzen? Ganz einfach: Recruiting hat sich verändert – und Digital out of Home (DOOH) trifft diesen Wandel mitten ins Schwarze. Wer seine Zielgruppen heute erreichen will, muss dort sichtbar sein, wo diese unterwegs sind – nicht nur im Netz, auch physisch. Und zwar zur richtigen Zeit, im richtigen Kontext, mit der richtigen Botschaft.
DOOH macht das möglich. Hier die wichtigsten Vorteile im Überblick:
#1 Individuelle Zielgruppenansprache
Statt Gießkanne gibt’s bei DOOH feinstes Targeting: Über DOOH-Netzwerke können Arbeitgeber ihre Kampagnen gezielt auf bestimmte Locations, Tageszeiten und demografische Zielgruppen aussteuern – etwa Pflegekräfte in Kliniknähe oder Studierende im Coworking-Space.
#2 Maximale Flexibilität
Anders als klassische Außenwerbung lassen sich DOOH-Kampagnen jederzeit anpassen.
#3 Interaktive Elemente & Aufmerksamkeit
DOOH ist nicht nur sichtbar, sondern aktivierend. Mit QR-Codes oder Social-Media-Anbindung können Nutzer direkt reagieren – etwa mit einem Klick auf die Karriereseite.
#4 Echtzeit-Optimierung
Dank datenbasierter Analyse lassen sich Kampagnen in Echtzeit optimieren – z. B. durch A/B-Tests verschiedener Motive oder die Anpassung an aktuelle Standortfrequenzen. So wird aus Sichtbarkeit echte Performance.
#5 Messbare Ergebnisse
Mit modernen DOOH-Plattformen lassen sich Impressions, Reichweiten und Interaktionsraten erfassen – eine wichtige Grundlage für performanceorientiertes Recruiting.
#6 Synergieeffekte mit anderen Kanälen
DOOH funktioniert besonders gut im Zusammenspiel mit Online-Kampagnen, Social Ads oder Print – Stichwort Crossmedia-Recruiting. Die Markenbotschaft ist auf mehreren Kanälen präsent, aber nie redundant. Das sorgt für Konsistenz und Wiedererkennung.
Beispiele für gelungene Out-of-Home-Kampagnen – und was Recruiter daraus lernen können
DOOH-Kampagnen können aber weit mehr als nur Reichweite generieren – sie erzählen Geschichten, machen Marken erlebbar und setzen Impulse: emotional, interaktiv und zielgruppengerecht.
Regelmäßig kuratiert Mike Klostermann auf LinkedIn spannende Best Cases aus der DOOH-Welt. In „003 – Best DOOH Dezember 2022“ stellt er Kampagnen vor, die mit überraschender Kreativität überzeugen. Besonders relevant fürs Recruiting: eine Kampagne mit QR-Code-Jobscreening, direkt ausgespielt auf Public-Station-Screens – ideal, um Bewerber spontan zu aktivieren und den Weg zur Karriereseite zu verkürzen.
Auch große Unternehmen zeigen immer wieder, wie Digital Out of Home im Recruiting und Employer Branding erfolgreich eingesetzt wird:
- IKEA Schweiz nutzte emotionale Video-Botschaften an U-Bahnhöfen, um gezielt Pendler anzusprechen – mit Erfolg: hohe Erinnerungswerte, starke Identifikation mit der Arbeitgebermarke.
- Die Deutsche Bahn wirbt an Bahnhöfen mit regionalen Jobangeboten für Quereinsteiger – angepasst an Wochentag, Uhrzeit und Standort.
- Die Stadtwerke München setzen auf das Netzwerk von DOOH-Anbietern, um in Wartezimmern gezielt technisches Fachpersonal zu erreichen – mit aufmerksamkeitsstarken Videos und lokal ausgesteuerter Ausspielung.
Herausforderungen von Digital out of Home Kampagnen – worauf Recruiter achten sollten
DOOH funktioniert besonders dann, wenn Zielgruppe, Ort und Timing aufeinander abgestimmt sind – und wenn der Inhalt nicht nur informiert, sondern emotional andockt. So vielversprechend DOOH fürs Recruiting auch ist, ganz ohne Stolpersteine funktioniert es nicht. Wer Digital out of Home professionell einsetzen will, sollte einige Herausforderungen im Blick behalten.
Da wären zum Beispiel die hohen Kosten. DOOH-Flächen – vor allem in Premium-Lagen wie Hauptbahnhöfen oder Airports – sind kostspieliger als andere Displays. Allerdings: Die Kontaktqualität ist auch deutlich höher. Wer gezielt bucht, kann auch mit kleinerem Budget große Wirkung erzielen und so mit einer schnellen Stellenbesetzung die Cost of Vacancy senken. Tipp: Testen Sie Ihre Kampagnen mit kurzen Laufzeiten und skalieren Sie bei Bedarf.
Hinzu kommt: Nicht jede Zielgruppe ist überall erreichbar. Eine DOOH-Kampagne im Fitnessstudio funktioniert bei IT-Fachkräften möglicherweise besser als bei Pflegekräften – letztere erreicht man eher in Wartezimmern. Wer Location und Zielgruppe also nicht sorgfältig aufeinander abstimmt, verliert Reichweite und Relevanz. Eine gute Planung und eine zielgruppengenaue Aussteuerung sind hier entscheidend.
Kein On-Demand-Medium, hoher Kreativaufwand
DOOH ist außerdem ein Push-Kanal: Man kann nicht aktiv danach suchen, sondern begegnet der Werbung unterwegs. Das erfordert eine starke visuelle Gestaltung und prägnante Botschaften, die in wenigen Sekunden wirken. Kurz: Recruiting-Spots auf DOOH müssen sitzen.
Damit steigt der kreative Aufwand. Während Social-Media-Kampagnen oft intern erstellt werden können, braucht DOOH in der Regel professionelle Gestalter – vor allem für Bewegtbild. Wer das einkalkuliert, profitiert allerdings langfristig von hochwertigem Material, das sich auch kanalübergreifend nutzen lässt.
Mit welchen Werbeformaten und Medien können DOOH-Kampagnen im Recruiting umgesetzt werden?
Je nach Zielgruppe, Standort und Recruiting-Ziel bieten sich heute zahlreiche Formate und Umfelder für DOOH-Kampagnen an – von urban bis indoor erreichen Sie unterschiedliche Zielgruppen.
Hier ein Überblick:
- Besonders wirksam sind zum Beispiel Public-Station-Videos – also digitale Screens an Bahnhöfen, Haltestellen oder Flughäfen. Sie eignen sich ideal für Pendlerkampagnen oder regionale Fachkräfteoffensiven. Inhalte lassen sich flexibel an Tageszeiten und Standorte anpassen: etwa morgens für Berufspendler, abends für Berufsschüler oder junge Erwachsene.
- Auch Public-Mall-Videos, also Bildschirme in Einkaufszentren, ermöglichen eine hohe Sichtbarkeit. Sie sprechen vor allem jüngere Zielgruppen wie die Gen Z oder deren Eltern an – beispielsweise für Ausbildungsplätze, Teilzeitstellen oder Jobs im Einzelhandel. Durch die Umgebung mit hoher Verweildauer erzielen bewegte Inhalte hier besonders viel Aufmerksamkeit.
- Infoscreens in U-Bahnhöfen, Wartezonen oder Eingangsbereichen sind hingegen ideal für kurze, informative Clips: zum Beispiel mit Benefits („35 Tage Urlaub“) oder einem klaren Call-to-Action („Jetzt bewerben als Erzieher bei der Stadt XY“). Sie treffen auf Menschen in Warte- oder Übergangssituationen – ein Moment, in dem viele offen für neue Impulse sind.
- Ein weiteres spannendes Format sind Mobile Screens – also digitale Displays auf Taxis, Lieferfahrzeugen oder urbanen Screensystemen. Sie sind besonders flexibel einsetzbar, sichtbar im Straßenverkehr und können gezielt durch Stadtviertel oder Events gelenkt werden. Damit eignen sie sich hervorragend für urbane Employer-Branding-Kampagnen oder temporäre Aktionen, etwa zum Ausbildungsstart.
- Für starke Markenbildung in Innenstädten bieten sich digitale Litfaßsäulen oder City Lightboards an. In Fußgängerzonen oder belebten Geschäftsstraßen erzeugen sie hohe Reichweiten – ideal für groß angelegte Imagekampagnen, Arbeitgeber-Slogans oder auch den Aufbau langfristiger Sichtbarkeit.
- Nicht zuletzt sind auch TV-Screens in Wartezimmern, die über DOOH-Anbieter buchbar sind, ein zunehmend relevanter Kanal im Recruiting.
Welche Trends gibt es in der (digital) Out of Home Werbung aktuell?
Die DOOH-Welt entwickelt sich rasant weiter – auch im Recruiting. Neue Technologien, smartere Aussteuerung und kreative Formate sorgen dafür, dass digitale Außenwerbung heute nicht mehr nur Reichweite erzeugt, sondern kontextgenaue Erlebnisse schafft. Hier die wichtigsten Trends für Arbeitgeber:
#1 Regionale Anpassung – Recruiting wird hyperlokal
Einer der stärksten Trends: lokale Aussteuerung bis auf Postleitzahlenebene. Arbeitgeber können ihre Botschaften nur dort ausspielen, wo sie wirklich relevant sind – z. B. gezielt in Pendler-Hotspots, Kliniknähe oder Universitätsvierteln. Mit modernen Tools lassen sich Zielgebiete flexibel auswählen und jederzeit anpassen – perfekt für regionale Recruiting-Kampagnen mit begrenztem Budget.
#2 Recruiting Ads statt Imageplakat
Immer mehr Unternehmen setzen DOOH ganz gezielt für konkrete Stellenanzeigen oder Azubi-Offensiven ein – mit Jobtitel, QR-Code zur Bewerbung oder Call-to-Action à la „Jetzt bewerben und Teil unseres Teams werden“. Diese pragmatische Ansprache performt besonders gut bei jüngeren Zielgruppen oder in angespannten Arbeitsmärkten.
#3 Dynamische Inhalte & Echtzeitdaten
Wetterabhängige Motive („Starte jetzt deine Karriere im Trockenen!“), frequenzbasierte Ausspielungen oder wechselnde Botschaften je nach Uhrzeit – all das ist heute möglich. DOOH wird so zum intelligenten Kommunikationstool, das Recruiting-Botschaften nicht nur sichtbar, sondern erlebbar macht.
#4 Verzahnung mit Online-Kampagnen
Immer häufiger wird DOOH mit Social Ads, Performance-Kampagnen oder Karriere-Websites kombiniert – zum Beispiel durch QR-Codes, Retargeting oder Lookalike Audiences. Das schafft nahtlose Übergänge vom physischen in den digitalen Raum – und erhöht die Bewerbungsrate messbar.
Dürfen wir vorstellen? Unser Partner Framen
Damit eine Recruiting-Kampagne auf digitalen Screens wirklich ankommt – bei der richtigen Zielgruppe, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit – braucht es strategisches Know-how, passgenaue Mediaplanung und datenbasierte Steuerung. Genau hier setzen wir an.
Gemeinsam mit unserem Partner Framen, einem der führenden Anbieter für programmatic DOOH im deutschsprachigen Raum, realisieren wir für unsere Kundinnen und Kunden individuelle Kampagnen im öffentlichen Raum – sichtbar, wirksam und auf den Punkt.
Framen stellt dabei das technische Netzwerk zur Verfügung: mehr als 20.000 digitale Screens in relevanten Umfeldern wie Wartezimmern, Fitnessstudios, Coworking-Spaces, Hotels oder Einkaufszentren. Über den integrierten Ad-Manager gelingt die Zielgruppenselektion, Aussteuerung, Motiventwicklung und laufende Optimierung – von der ersten Idee bis zur messbaren Conversion spielend leicht.
Besonders im Recruiting spielt diese Kombination ihre Stärke aus. Ob Azubi-Suche in ländlichen Regionen, Fachkräftegewinnung in Ballungsräumen oder Employer-Branding-Kampagnen mit breiter Sichtbarkeit – wir sorgen dafür, dass Ihre Inhalte genau dort erscheinen, wo Ihre Zielgruppe unterwegs ist.
Kampagnen können tagesaktuell angepasst und an verschiedenen Standorten oder zu unterschiedlichen Uhrzeiten getestet werden. So wird DOOH zu einem echten Performance-Kanal im Recruiting-Mix.
Fazit: Warum DOOH die perfekte Ergänzung zu Online-Recruiting-Kanälen ist
Aber jetzt mal ehrlich: Braucht es wirklich DOOH-Kampagnen im Recruiting? Das muss jeder Arbeitgeber selbst entscheiden. Letztlich ist die Antwort darauf eine Frage des Budgets. Was Sie allerdings bedenken sollten: Der digitale Arbeitsmarkt ist überflutet. Social-Media-Feeds sind voll, Timelines überladen, Werbebotschaften prasseln im Sekundentakt auf potenzielle Bewerber ein. Genau deshalb braucht es Recruiting-Maßnahmen, die herausstechen – nicht nur durch Inhalt, sondern durch Kontext.
Digital out of Home (DOOH) schafft Sichtbarkeit jenseits des Laptops oder Smartphones. Im echten Leben, an Orten, an denen Menschen nicht scrollen – sondern hinschauen. Als Ergänzung zu klassischen Online-Kanälen wie Social Media oder klassischen Jobplattformen bringt DOOH entscheidende Vorteile mit: Es sorgt für Aufmerksamkeit vor dem Klick, verankert Arbeitgebermarken im Alltag und erreicht auch Zielgruppen, die online schwer zugänglich sind oder bewusst auf digitale Werbung verzichten.
Das Zusammenspiel von DOOH und Online-Recruiting ist besonders wirkungsvoll: Während digitale Kampagnen präzise performen und zur Bewerbung führen, sorgt DOOH für Relevanz, Vertrauen und Wiedererkennung. Die analoge Präsenz im öffentlichen Raum wirkt wie ein Verstärker – sie macht sichtbar, was online sonst untergeht.
Kurz gesagt: In einer Welt voller digitaler Reizüberflutung kann DOOH dem Recruiting wieder Raum zur Entfaltung geben. Und genau diesen Raum bespielen wir – strategisch, zielgerichtet und gemeinsam mit unserem Partner Framen. Sie wollen mehr erfahren? Die Experten von Raven51 helfen Ihnen gerne mit Ihren DOOH-Kampagen!

