Authentisch und rechtskonform: Wie gutes Influencer-Personalmarketing funktioniert

Anfang Dezember ging ein Aufschrei durch die Influencer-Szene: Die Billigschuh-Kette „Payless“ hatte reichweitenstarken Fashion-Bloggern 20-Dollar-Schuhe als exklusive Luxusaccessoires untergejubelt – und damit erfolgreich die Autorität der Social-Media-Stars in Sachen Stil und Mode in Frage gestellt.

Auch wenn diese Episode ein negatives Schlaglicht auf das manchmal fragwürdige Phänomen „Influencer“ wirft: Die Internet-Persönlichkeiten sind und bleiben ein äußerst interessanter Werbekanal – auch im Personalmarketing. Denn mit den richtigen Partnern können Arbeitgeber bei der Zielgruppe über Instagram, Facebook und Co. nicht nur Interesse wecken, sondern auch wertvolles Vertrauen gewinnen; vorausgesetzt, Influencer und Unternehmen passen zusammen und nehmen sich gegenseitig ernst.

Influencer Marketing: Was ist das eigentlich?

Influencer sind zumeist junge Menschen, die sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube und Instagram eine große Fanbase aufgebaut haben: Mit ihren Videos, Blogbeiträgen oder Fotoposts erreichen sie oft hunderttausende Nutzer.

Kein Wunder, dass Unternehmen Influencer schon länger als Markenbotschafter entdeckt haben: Sie lassen von ihnen Produkte oder Dienstleistungen testen oder laden sie zu Markenevents ein. Die Influencer platzieren das Angebot der Werbetreibenden anschließend in ihrem Content, z. B. auf Instagram oder YouTube – und bringen es damit direkt ins digitale Wohnzimmer der anvisierten Marketing-Zielgruppe. Weil Influencer im Gegensatz zu klassischen „Stars“, z. B. Sportlern, Schauspielern oder Models, besonders nahbar und natürlich wirken, erscheinen die platzierten Werbebotschaften ebenfalls glaubwürdig und authentisch – zumindest in den meisten Fällen.

Erfolgreiches Influencer-Marketing von deutschen Arbeitgebern

Glaubwürdigkeit und Authentizität gehören auch zu den Qualitäten, die immer wieder von gutem Personalmarketing gefordert werden. Der Einsatz von Influencern in der Personalwerbung ist deshalb durchaus naheliegend: Sie sind in der Lage, Unternehmen auf unterhaltsame Art und Weise aus der Perspektive der Zielgruppe zu betrachten und dieser so einen echten Mehrwert zu bieten.

Wie das gelingen kann, zeigt zum Beispiel die Polizei Berlin: Der YouTuber „Hey Aaron!!!“ hat einen Tag lang eine Streife im Stadtteil Wedding begleitet – und mit seinem kurzweiligen Videobericht über 1.000.000 Aufrufe generiert. Und die Fraport AG kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Gamer und Influencer „Mafuyu“ vorweisen. Letzterer konnte für seinen Blick hinter die Kulissen des größten deutschen Flughafens immerhin gut 100.000 Klicks generieren – und zahlreiche positive und neugierige Kommentare von Usern zur Fraport-Arbeitswelt.

Influencer Personalmarketing und Werberecht: Das müssen Sie beachten

Sowohl in der Produktwerbung als auch im Personalmarketing durch Influencer gilt: Auch wenn der Influencer-Content organisch wirkt, hat er in der Regel werblichen Charakter. Entsprechende Inhalte sind deshalb explizit als Werbung zu kennzeichnen. Bleibt diese Kennzeichnung aus, handelt es sich um unerlaubte Schleichwerbung. Die Folge: Sowohl für das werbende Unternehmen als auch für den Influencer können Abmahnungen und Bußgelder fällig werden; hinzu kommen unabsehbare Imageschäden.

Für die notwendige Kennzeichnung von Werbung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Influencer sollten den Begriff „Werbung“ oder „Anzeige“ in ihren Inhalten einblenden oder darauf hinweisen, wenn sie vom Unternehmen engagiert wurden und für ihren Beitrag Gegenleistungen erhalten haben. Das ist nicht nur wichtig, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sondern sorgt auch dafür, dass die wichtigste Währung des Influencers erhalten bleibt: Ehrlichkeit und Authentizität.

Platzieren Sie Ihre HR-Botschaften zielgruppengerecht mit Hilfe von Influencern – unser Employer-Marketing-Team unterstützt Sie gerne!