Ein Arbeitgeber mit Wirkung
Der öffentliche Dienst ist einer der spannendsten Arbeitgeberbereiche Deutschlands. Nicht, weil dort alles glänzt, alles schnell geht oder jede Karrieregeschichte nach Start-up klingt. Sondern weil hier Arbeit passiert, die unmittelbar Wirkung hat: in Verwaltungen, Schulen, Kitas, Kliniken, Ämtern, Sicherheitsbehörden, kommunalen Betrieben und vielen weiteren Bereichen, die unseren Alltag überhaupt erst möglich machen. Wer hier arbeitet, hält die Gesellschaft am Laufen.
Und genau deshalb ist die aktuelle Lage so kritisch. Der öffentliche Dienst steht massiv unter Druck. Der demografische Wandel trifft Behörden, Kommunen und öffentliche Einrichtungen mit voller Wucht. Viele Beschäftigte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand, während gleichzeitig neue Aufgaben entstehen: Digitalisierung, Migration, Bildung, Klimaanpassung, Sicherheit, Infrastruktur, Bürgernähe, um nur einige zu nennen. Kurz gesagt: Der öffentliche Dienst braucht Menschen. Viele Menschen. Und er braucht sie jetzt.
Attraktivität ist da – sie muss nur sichtbar werden
Dabei ist das Problem nicht, dass der öffentliche Dienst nichts zu bieten hätte. Im Gegenteil. Sinnstiftende Aufgaben, gesellschaftliche Relevanz, Jobsicherheit, vielfältige Berufsbilder, Entwicklungsmöglichkeiten und regionale Nähe sind starke Argumente. Für viele Bewerberinnen und Bewerber sind genau diese Faktoren heute wichtiger denn je. Die Frage ist also weniger: „Ist der öffentliche Dienst attraktiv?“ Die Frage lautet: „Gelingt es ihm, diese Attraktivität sichtbar, verständlich und zeitgemäß zu vermitteln?“
Hier setzt die Initiative „amtlich voran“ an. Die Initiatoren sind die Experten Gero Hesse und Stefan Wagner. Begleitet werden sie von den SpezialistInnen der EMBRACE.Family mit m&z agency, Studyflix, Ausbildung.de, VOCANTO und beesite. Darüber hinaus engagieren sich skillconomy & Raven51.
Die Initiative bringt Akteurinnen und Akteure zusammen, die den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber stärken und HR-Arbeit in Behörden, Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen weiterdenken wollen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Recruiting, Employer Branding, Digitalisierung, Berufsorientierung und Qualifizierung.
Ein zentraler Treffpunkt dafür ist das „amtlich voran“-Forum am 1. Oktober 2026 in Berlin. Dort sollen Entscheiderinnen und Entscheider, HR-Verantwortliche und Expertinnen und Experten zusammenkommen, um über Lösungen für die Personalgewinnung im öffentlichen Dienst zu sprechen.
Recruiting braucht mehr als Stellenanzeigen
Denn klassische Stellenanzeigen allein werden nicht reichen. Der öffentliche Dienst konkurriert längst mit der Privatwirtschaft, mit internationalen Arbeitgebern, mit hybriden Arbeitsmodellen, mit neuen Erwartungen an Führung, Flexibilität und Kommunikation. Wer Talente gewinnen will, muss sichtbar sein, bevor eine konkrete Bewerbung entsteht. Er muss erklären, was die Arbeit besonders macht. Er muss Hürden abbauen, Prozesse vereinfachen und Zielgruppen dort erreichen, wo sie unterwegs sind.
Das gilt für Nachwuchskräfte ebenso wie für Quereinsteiger, Fachkräfte, Führungskräfte oder Menschen, die nach einer sinnvollen beruflichen Veränderung suchen. Viele von ihnen haben den öffentlichen Dienst vielleicht gar nicht auf dem Radar. Andere verbinden ihn noch mit veralteten Bildern: langsam, kompliziert, wenig modern. Genau diese Bilder müssen ersetzt werden – durch echte Einblicke, klare Botschaften und Kampagnen, die zeigen, wie vielfältig, anspruchsvoll und zukunftsrelevant Arbeit im öffentlichen Dienst heute ist.
Raven51 unterstützt als Sponsor
Raven51 unterstützt „amtlich voran“ bewusst als Sponsor und bringt damit Recruiting- und Employer-Branding-Expertise in ein Feld ein, das für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zentral ist. Denn Personalgewinnung im öffentlichen Dienst ist keine Randaufgabe der HR-Abteilung. Sie ist eine strategische Aufgabe. Wenn Stellen nicht besetzt werden, bleiben nicht einfach Schreibtische leer. Dann dauern Verfahren länger, Angebote fallen aus, Beschäftigte werden zusätzlich belastet und Bürgerinnen und Bürger spüren die Lücken ganz direkt.
Umso wichtiger ist ein gemeinsamer Schulterschluss: zwischen Verwaltungspraxis, HR-Expertise, Technologie, Bildung, Kommunikation und politischer Verantwortung. „Amtlich voran“ bietet dafür eine Plattform. Mit Formaten wie einem Forum, einem Podcast, Webinaren und diversen Austauschmöglichkeiten entsteht ein Raum, in dem nicht nur über Herausforderungen gesprochen wird, sondern über Lösungen:
- Was funktioniert bereits? Wie lassen sich junge Zielgruppen besser erreichen?
- Wie wird Arbeitgeberkommunikation glaubwürdiger?
- Welche Rolle spielen digitale Tools?
- Und wie können öffentliche Arbeitgeber ihre besondere Stärke – Sinn, Stabilität und gesellschaftliche Wirkung – endlich offensiver ausspielen?
Jetzt muss es klappen
Der öffentliche Dienst muss sich nicht neu erfinden, um attraktiv zu sein. Aber er muss sich neu erzählen, einfacher zugänglich machen und konsequenter aus Sicht der Bewerbenden denken. Dazu gehört auch, interne Prozesse kritisch zu prüfen:
- Wie schnell reagieren wir auf Bewerbungen?
- Wie verständlich sind Anforderungsprofile? Wie modern wirken Karrierewebsites?
- Wie sichtbar sind Benefits, Entwicklungschancen und Arbeitskultur?
- Und wie gut gelingt es, Beschäftigte als glaubwürdige Botschafterinnen und Botschafter einzubinden?
Starke Argumente sichtbar machen
Jetzt ist der Moment, an dem es klappen muss. Nicht irgendwann, nicht nach der nächsten Reform, nicht erst, wenn der Druck noch größer wird. Der öffentliche Dienst hat starke Argumente. Er hat sinnvolle Aufgaben. Er hat Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen. Was er jetzt braucht, ist mehr Sichtbarkeit, mehr Geschwindigkeit und mehr Mut im Wettbewerb um Talente.
„Amtlich voran“ kann dafür ein wichtiger Impulsgeber sein. Weil die Initiative zeigt: Der öffentliche Dienst ist kein Arbeitgeber von gestern. Er ist ein Arbeitgeber, an dem sich entscheidet, wie gut unser morgen funktioniert.

